wenn …

… wenn man von kollegen keine hilfe erhält.
… wenn bequemlichkeit und bewusst-nicht-denken-wollen bzw. nicht-denken-können in extem auffälliger kombination mit blondem haupthaar gepaart ist.
… wenn man dadurch gezwungenermaßen, und ich sträube mich nach leibeskräften dagegen, die erwähnte korrelation blond+dumm als naturgesetz ansieht.
… wenn man auf gestellte fragen keine antworten bekommt.
… wenn die antworten nur heiße luft beinhalten, aber nichts mit den dringend benötigten informationen zu tun haben.
… wenn man in kürzester zeit kleine projekte ausarbeiten muss, die nach und nach einen wust an aufwand nach sich ziehen, da notwendige vorarbeiten nicht geleistet werden.
… wenn}s dann draußen finster wird, man im büro hockt und weiß, dass die verursacher der misere sich bereits den business-krawattenknopf lösen und sich den after-work-krawatten-knopf binden.
… wenn man im gedanken szenarien durchspielt, die die angst vor sich selbst ins unermessliche steigern.
… wenn man ich-sollt-jetzt-aber-weitermachen-vernunft-anfälle hat, während man sich im eigenen weblog die seele freischreibt
… wenn man weiß, dass es beim nächsten projekt wieder so läuft.
… wenn man am nächsten tag wieder überpünktlich im büro erscheint und weiter am eigenen magengeschwür arbeitet.
… wenn man noch hunderte wenns schreiben könnte, den kampf, das wenn-schreiben wegen sinnlosigkeit aufgibt und beharrlich dem morgengrauen entgegenarbeitet.
… wenn das wörtchen wenn nicht wär.