Manchmal genügt ein einzelner Strich.

Kritzeln. Ich tu gern herumkritzeln. Nebenbei. Beim Nachdenken, beim Telefonieren. Beim Nachdenken übers Telefonieren. Oder einfach so. Des Kritzelns wegen. Jedenfalls passiert’s dann, dass ich dabei dann nimmer ganz allein bin. Bin ich eh selten. Auch wenn ich allein bin. Aber neulich war er da. Hinterrücks von mir Kappl-Earl genannt. Eine Nottaufe eigentlich. Nicht weil er nicht ungetauft dahinscheiden sollte, er erfreut sich ja immer noch bester Gesundheit. Tags darauf erschien die Dame mit dem mächtigen Dutt, sein Girl. Sie wirkt auf den ersten Blick recht konservativ, hat’s aber mächtig hinter den Ohren. Frage nicht!
Etwas ruhiger geht’s der Herr vom Amt an. Zu seinen Dienstzeiten hat er einen Ruhepuls, der jeden Arzt im Rahmen einer Untersuchung aufs Stethoskop klopfen lassen würde. Und am Sonntag, als er bei mir vorstellig wurde, war er noch viel gelassener drauf, tiefenentspannt.
Heute, trippel trappel, bestens gelaunt, kam die junge Frau mit dem Bob ums Eck, ganz keck. Sie lächelte kurz, tat erst so, als wär’s sie gar nicht da, aber dann offenbarte sich mir ihre Schönheit und dann war’s um mich geschehen.
Nun sind die vier hier versammelt und schauen sich mal hier im Blog um.


Sensationsfund bestätigt Gerüchte: Vinzent van Gogh war Meidlinger.

Eine FFP2-Maske – wohl eine Sonderanfertigung für den Künstler – wurde von einem anonymen Finder in Wien Hetzendorf durch Zufall entdeckt. Der Ort, an dem die Maske aktuell aufbewahrt wird, bleibt aus verständlichen Gründen bis auf weiteres geheim.

Über den Äther gehen, weil jemand über den Jordan gegangen ist. Und alles nur, weil der C bei Textfunken mitgemacht hat.

Wie ich hier schon mal erwähnt hab, ist es mir gelungen, den Literaturwettberb „Textfunken – Tatort Schreibtisch“ zu gewinnen. Jetzt ist mein siegreicher Beitrag sogar von Christoph Krutzler für eine Sendung auf Radio Burgenland eingelesen worden und gestern um 20:03 Uhr über den Äther geschickt worden. Ein wenig nervös hab ich den Worten gelauscht. Vielleicht war ich auch ein bissle mehr als nur ein bissl nervös. Jedenfalls hab ich 15 Minuten Programm füllen dürfen. Auch nicht schlecht. Wer die Geschichte noch nicht kennt oder sie nochmal hören will: Bitte hier entlang!

https://podcasts.apple.com/us/podcast/lockdown-im-st%C3%BCberl-textfunken-siegertext/id533055831?i=1000510661290

https://embed.podcasts.apple.com/us/podcast/lockdown-im-st%C3%BCberl-textfunken-siegertext/id533055831?i=1000510661290

Wo sind die Kulissenschieber?

Ich fahre öfters mal mit Hunden in Menschenbegleitung im Lift. Rauf. Runter. Im Prinzip ist das nichts außergewöhnliches. Man hält Abstand, trägt Maske, versucht flacht zu atmen und lässt einander beim Aussteigen viel Platz. Also wir Menschen.
Für den Hund stellt sich das ganz anders dar. Da marschiert man in ein kleines, ungemütliches und sehr enges Zimmer ohne Fenster um kurz darauf wieder rauszugehen. Das Komische daran ist ja, dass der Raum, aus dem man in das komische Zimmer gegangen ist, plötzlich anders aussieht. Komplett. Anderes Licht, andere Gerüche, andere Menschen. Manchmal ist die Straße dahinter weg, beim nächsten Mal ist sie wieder da. Wahrscheinlich machen die Menschen das aus Spaß, zum Zeitvertreib oder gar aus Langeweile. Ich mein, dass denen das nicht auffällt, das kann ja wohl nicht der Fall sein. Wobei, manchmal passiert es schon, dass man sofort wieder ins kleine Zimmer zurückgezogen wird und erst beim nächsten Öffnen der Tür wieder aus der Enge raus darf. Zauberei kann es ja nicht sein. Ganz ehrlich: Wer glaubt denn schon an Zauberei? Na eben. Aber Respekt an die Kulissenschieber, die leisten da immer vollste Arbeit. Bäume, Straßen, Duft, Ausleuchtung in dieser kurzen Zeit umzustellen – Respekt.

Der QR-Code zum Glück.

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Hier irgendwo haben die Wiener Linien einen QR-Code reingeschummelt, der verrät, wo das Bernsteinzimmer versteckt ist. Ich hab schon fast alles abgesucht, aber gefunden hab ich bislang nur einen Gutschein für ein Messerschleif-Service in einer peruanischen Kleinstadt, einen Promo-Code für eine burmesische (?) Motoradführerschein-Lern-App und den Link zu den technischen Spezifikationen eines elektrischen(!) Eierschälers einer Supermarkt-Eigenmarke in Japan. Aber ich find‘ noch die richtige Stelle. Ich finde Sie. Fix. Ich geb‘ nicht auf. Sicher nicht.