Die Gelbwesten vereinen Links und Rechts.

Drüben im Twitter geht ein – eigentlich – harmloser Tweet ab wie nur was. Und wird von Linken genau so wie Rechts geteilt. Mich beschleicht der Verdacht, dass Humor vielleicht doch auch eine unpolitische Komponente hat. Aber das Lustige daran ist ja, dass sowohl Rechts wie auch Links den Tweet als politisches Statement sehen.

Spieglein, Spieglein an der Wand, es ist schon wieder Freitagstexterzeit, allerhand.

Die Sache ist die: Letzte Woche hat der werte Herr Kulturflaneur den etwas hölzernen Freitagstexterpokal an mich weitergereicht, weil mein Wettbewerbstbeitrag dermaßen an die Spitze der Wertung gebrettert ist, dass hernach der De Tomaso Pantera ordentlich in helvetische Flammen aufging. Oder so.
Nun liegt es wieder an mir, ein Foto zur Verfügung zu stellen, welches seiner Betextung harrt. Und da ist es aber auch schon.

Nun gilt’s, diesem Foto eine möglichst treffende Bildunterschrift zu gönnen. Und zwar in den Kommentaren. Wer seiner Freitagstextertextspende bis kommenden Dienstag 23:59:59 auch noch seinen Blognamen als Absender spendet, hat gute Chancen, nächste Woche den Freitagstexterbewerb in seinem Blog auszutragen. In bewährter Manier werde ich nämlich am drauffolgenden Mittwoch absolut undemokratisch und diktatorisch auswählen, wer denn die oder der Siegerin oder Sieger sein soll – und die hohen Weihen des Freitagstexter_In genießen darf. Auch wenn’s nur für eine Woche ist. Also hopp, hopp, los, los!!

Pfeilgerade Pokalisierung

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Letztfreitäglich hab ich ja ein Foto zur Befreitagstexterung bereitgestellt. Und fortan war wieder jede und jeder der oder die ein Blog hat aufgerufen, sich in den Kommentaren auszutoben und dem Foto einen Text zu schenken. Die Beteiligung war leider etwas übersichtlich, was wohl an dem vielleicht doch recht faden Bildchen lag.
Aber der Beitrag vom Kulturflaneur hat mir trotzdem besonders gut gefallen. Unter anderem deshalb, weil da ein bisschen helvetische Sprachfärbung in mein austriakisches Geblogge schwappte und man erkennen konnte, dass da wer vom Fache ist.
Es geht also weiter. Am Freitag. Beim  Kulturflaneur.
Und hier der siegbringende Kommentar, fachgerecht als Bildunterschrift unters Foto geschraubt:


Viele Wege führen ins (Velod)Rom.

Links rum, rechts rum – der Freitagsrichtungstexter geht um.

Weil Falten nicht Wurst sind, hab ich heute wieder einmal die – mir von der C.Araxe übertragene –Ehre, den Freitagstexterwettbewerb in die nächste Runde zu führen. Ein Bewerb, der schon seit vielen Jahren durch die Blogspähre geistert und in letzter Zeit ein wenig ins Straucheln kam. Was ich schade finde, weil die Bloggerei ja wieder einen Schub bekommt und mehr Blogs als je zuvor im Netz herumschwirren. Das Schöne an der Freitagstexterei ist ja, das es Spaß macht und nix kostet, im besten Fall sogar neue Blogfreundschaften entstehen lässt und im schlechtesten Fall macht man eine Woche später halt nochmal mit.

Dieses Mal geht’s um dieses Foto aus meiner Mottenkiste: Viel Spaß beim Betexten!

Für jene, die nicht wissen, wie Freitagstexter abläuft: So einfach funktioniert’s:

  • Der aktuelle „Veranstalter“ – in dem Fall bin ich das – postet ein Foto im Beitrag: das Freitagstexterfoto
  • Dann geht’s ans Eingemachte, denn das Freitagstexterfoto soll betextet werden. 
  • Jeder und jeder der ein Blog hat, darf nun munter in den Kommentaren eine „Bildunterschrift“ zum Freitagstexterfoto posten.
  • Alles ist erlaubt – von einem Einwortkommentar bis zur wissenschaftlichen Abhandlung ist alles möglich, was auch gesetzlich erlaubt ist.
  • Einsendeschluss für Bildunterschriften ist 24 Uhr des kommenden Dienstages.
  • Am darauffolgenden Mittwoch wird’s spannend: Denn an diesem Tag muss im Veranstalter-Blog verkündet werden, welcher Beitrag der passendste für das Freitagstexterfoto ist und wer gewonnen hat.
  •  Für die Auswahl des Siegertextes für das Freitagstexterfoto ist der Verabstalter selbst – die Vergabe des Siegers ist also zutiefst subjektiv. Und das ist gut so.
  • Wenn alles gut geht, wird am nächsten Freitag im Blog des Siegers ein neues Freitagstexterfoto gepostet und das Spiel geht von vorne los: Mit einem neuen Freitagstexterfoto, neuen Bildunterschriften und – im besten Fall – neuen Teilnehmern und Siegern.

 

Wenn man Gesetze als unvernünftig betrachtet.

Dann missachtet man sie einfach. Ok, kann man machen, aber das hat meistens Folgen. In  Österreich führt das dazu, dass man Wahlen gewinnt. Klingt komisch, ist aber so. Da überschreiten die beiden neuen Regierungsparteien frisch und fröhlich die Wahlkampfkostenobergrenze (deren Regelung beide zugestimmt haben) von sieben Millionen Euro um knapp sechs bzw. um 3,3 Millionen Euro. Kleinigkeiten also, für jene, die meinen, man käme mit €150,00 im Monat locker über die Runden.
Was ja jetzt schon recht skurril klingt, bekommt noch eine Krone aufgesetzt. Ja, das geht! Echt! Ohne Schmäh. Denn der werte Herr Innenminister Kickl meinte  – quasi als Ausrede – zur dezenten Wahlkampfkostengrenzüberschreitung wortwörtlich:
„Es ist ja nicht so, dass dieses Geld nicht auch irgendwo ankommen würde, wo auch ein Nutzen dann wieder für Österreich entsteht. Das sollten wir nicht vergessen. Da hängen auch viele Jobs dran, ob das die Leute sind, die Plakatierfirmen machen, die das aufhängen, die Inserate schalten et cetera, et cetera. Also, dieses Geld wird ja nicht irgendwo sozusagen verheizt, sondern es fließt in einen wirtschaftlichen Kreislauf. Das muss man auch einmal zur Kenntnis nehmen.“ 

10,3 Millionen Euro Steuergeld gegen alle Regeln trotzdem ausgeben, das hat schon eine eigene Qualität. Und das Ganze mit so einer billigen Ausflucht rechtfertigen, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Aber vielleicht macht das ja bald Schule an unseren Gerichten:

„Aber Herr Rat, das mit meinen Schlepper-LKWs hat zahlreichen LKW-Fahrern ein gutes Einkommen eingebracht, dutzende Tankstellenpächter hatten fixe Einnahmen und alle haben brav die LKW-Maut bezahlt – als die ASFINAG war auch ganz happy mit uns.“

„Aber Herr Rat, mit dem Niederbrennen vom Mühlpichler-Hof hab ich die örtliche Bauwirtschaft und das Hotel zur Post, sowie den hiesigen Bestatter ein fettes Einkommen verschafft.“