Imperatives Licht

Dass Leuchtmittel immer so einen Befehlston im Namen haben, ist ja auch irgendwie interessant.
Fast noch freundlich geht’s bei der „Wachs‘, Kerze!“ zu. Dass sie bei ihrer Zuhilfenahme aber genau das Gegenteil von dem macht, was man ihr aufträgt, ist schon recht aufmüpfig. Aber wenigstens tut sie, das sie eigentlich tun soll: Licht geben.
Zumindest den Zweck einfordend geht’s bei der „Leucht‘, Diode!“ zu. Und sie tut brav, was ihr geheißen.
Die „Glüh, Birne!“ wird da schon forscher angegangen. Sie macht dies auch, zwar nur in Teilen, aber wer will da pingelig sein, wenn sie dafür mit warmen Licht um sich schmeißt.
Ein weiteres Beispiel verrät uns sogar den Vornamen, jedoch ist das dem Gesamtnamen innewohnende Ansinnen gelinde gesagt recht eigen, wenn man sich die „Neon, röhre!“ ansieht.

Auf Abwegen

Die fortschreitende kulinarische Verkommenheit des Landes manifestiert sich in der Huldigung höchst bedenklicher „Küchen“-Erzeugnisse. Diese hinterlassen nicht nur auf den Hüften der Bevölkerung ihre Spuren, neuerdings erobern sie sogar die Straßenschilder der Provinz.
Ein Glück, dass Helmuth Karl Misak von diesen Ereignissen verschont geblieben ist, er würde sich polternd im Grabe umdrehen.

Roffln

Heast as, wias roffln?
Heast as?
Da untare Nochba tuit.
Und dea va Wisawi a.
Sogoa va ouwan Greißla heat mas.
As Roffln.
Wias mit di Schneeschaufln iwan Gehsteig roffln.
A Geräusch, ois tatns da Eiswiafln ins Gnack schittn.
Dabei schneibts nua eine, walst eh a söwa mit deina Schneeschaufln voam Haus iwan Gehsteig rofflst.
Deis gheat si sou.
Wal wos wean si di Leit deinga, wenns gsegn, dassd ned Schneegschauflt host.
Dou nutzts nix, dass scha Neine ouft Nocht is.
Deis gheat si holt sou.
Und waun dea va da Gemeinde mit seim Schneeschuiba kimmt, kinna olle wieda va voan auffaunga.
Zan Roffln.