… meine 99er story findet hier großen anklang.
und ich – ich bin ganzes wochenende zu passivität verurteilt, da das einloggen per modem alles andere als nervenschonend ist – konnte mich nicht bedanken.
bei allen, denen meine geschichte gefällt.
und bei jimmiz – der die Ulta!Short!Story! idee hatte.
DANKE
Monat: Juni 2003
warten auf mich
draußen warten 30 grad auf mich.
auf der autobahn der stau.
daheim ein toast.
und ein langeslanges wochenende.
huch …
… meint die kollegin.
und ist bös auf die kaffeemaschine.

ich bin ihr dankbar.
der kaffeemschine.
und der kollegin.
99 Wörter …
… soll sie haben, die geschichte für den Ultra! Short! Stories! wettbewerb.
2.Spalte, 7. von oben
Sonntag Vormittag. In seinem Stamm-Café. Die Betriebsamkeit des Personals beruhigt ihn. Alles normal. Nein. Sie. Sie ist da. Gestern hat er noch an Sie gedacht. Ohne Sie zu kennen. Sie blättert. Er wagt kaum rüber zu blicken. Sie blättert weiter. Eine Seite noch. Jetzt. Er verfolgt ihre Augen. „Nach links oben“ versucht er Ihr telepathisch mitzuteilen. Jetzt. Sie tut es – Sie muss es einfach tun. Die Spannung zerfetzt fast sein Herz. Ihre Augen sind starr. Fett. „Ehrlich, 45/168/77“. Er hats extra fett drucken lassen. „Aufrichtig und seriös – so wie sie. Chiffre 321234.“ Lächelnd notiert Sie etwas auf ihre Serviette.
via Zorra
12,80
ja, gestern hab ich mich noch über die rasche streik-stau ausweichende fahrgemeinschaftsbildung gefreut.
und heute?
warten.
warten.
warten.
ich war pünktlich.
sie war pünktlich.
die anderen waren pünktlich.
leider war ich am richtigen ort.
sie nicht.
45 min tapfer warten.
dann „pfeif drauf“- und mit taxi ins büro.

12 Euro 80!
ohne stau – dafür mit grantelnden und motorradfahrer anpöbelnden taxler,
der heute schon mächtig geschäft gemacht hat.
so – und jetzt taxi-rechnung gut aufheben und am monatsende mit den gesammelten zum cheffe.
jetzt: streikauswirkung
der morgige streik wirft seine schatten voraus.
die putzkolonne zieht durchs büro.
weil morgen keine öffis durch wien zirkeln.
und der putztrupp nicht bei zeiten da sein kann.
aha.
so mancht man also sauber.
naja.
erkenntnisse
freitags urlauben bedeutet montags hohen blutdruck.
zögern ist nicht gut.
mc-sommer deto.
schleifmaschine auf lockerem Brett klingt wie eine katze.
putzfrauen sind manchmal zu eifrig.
sonnenfinsternis lohnt frühes aufstehen.
tastaturen von kelleginnen können nervtötend laut sein.
16-uhr-termine finden nie um 16-uhr statt.
die besten bürokaffeetassen sind immer aus.
heute hat armin namenstag – kenn aber keinen, den ich gratulieren könnt.
streik-fahrgemeinschaften bilden sich wie von selbst.
es sind nie alle informiert.
fahrradglockengebimmel unterm fenster macht noch kein amsterdam-feeling.
16-uhr-termine finden jetzt statt.