herzlichen willkommen im custome care center von wien energie.
vielen dank für ihren anruf.
leider rufen sie uns außerhalb unserer service-zeiten an.
sie erreichen uns montag bis freitag von 7 uhr 30 bis 18 uhr.
sie können uns aber gerne eine nachricht hinterlassen.
bitte sprechen sie ihren namen und telefonnummer unter der sie tagsüber erreichbar auf unser sprachbox.
wir rufen sie dann gerne zurück.
jaja, seit einer halben stunde haben die schon dienstschluss.
ist meine uhr kaputt?
Monat: Juli 2003
slippery when …
… mehl – heute morgen
… wasser – vorgestern Abend.
der flur vor meiner wohnung birgt in letzter zeit immer wieder überraschungen für mich.
jemand scheints da mit dem säubern nicht so ernst zu nehmen.
vorgestern hatte ich einen pott mit wunderbaren salat in den händen – ewig schade wärs um das wunderbare abendessen gewesen.
heute bin ich, wieder mal etwas spät, etwas rasant aus der wohnung, die stiegen runter und dann am flur im 3. stock wie ein curling-stein dahingeschlittert.
meine performance war jedes mal reif für den fred-astaire-preis.
absage-ansage
„guten tag, sie sind mit der xxx AG verbunden.
wir haben derzeit geschlossen.
bitte rufen sie uns wieder während unserer bürozeiten an:
montags bis donnerstag: von 8 uhr bis 11 uhr 30 und 13 uhr bis 16 uhr.
freitags: von 8 uhr bis 11 uhr 30.
vielen dank.“
ach ja, hatte ja fast schon vergessen, dass wir in österreich sind.
mein morgensport …
… wird mir bald fehlen.
und er war mehr als ein wenig „bewegung“ nach dem aufstehen.
jawohl.

irgendwie mach ich’s gerne.
nicht nur wegen dem ergebnis.
nein.
abwaschen hat für mich was von meditation.
die gewohnten handgriffe laufen wie von selbst ab und
man hat den kopf frei um seine gedanken kreisen zu lassen.
bald werden meine gedanken im geschirrspüler kreisen müssen.
in der neuen wohnung.
werd} ich dann, sowie maurice jetzt schon, nur noch sentimetal aus dem fenster gucken,

den guten alten zeiten nachtrauernd, den zeiten ohne geschirrspüler?
wie konnt´ ich nur.
wie konnt} ich nur.
wie konnt} s ich nur vergessen.
die letzte zugabe von otto schenk.
die kann und darf hier doch nicht fehlen.
unmöglich.
unnachahmlich,
wie er dieses gedicht rezitiert:
dieses wummern in der stimme.
diese pausen, fast endlos – so, als ob er damit das publikum quälen möchte,
das ja das gedicht kennt – auswendig,
das ja weiß, wie er’s vorträg – fast schon zu oft im tv –
und trotzdem immer wieder begeistert ist.
so wie ich.
bumerang
joachim ringelnatz
war einmal ein bumerang;
war ein weniges zu lang.
bumerang flog ein stück,
aber kam nicht mehr zurück
publikum – noch stundenlang –
wartete auf bumerang.
schon komisch: meine gedankenstimme beim lesen hört sich an wie die stimme von otto schenk.
verspielt …
… ja, ich bin verspielt.
ich gebs zu.
denn zerstreuung brauch man ab und zu.
zum beispiel nachdem das dringelnde projekt grad noch fertig
und sekunden später eh schon wieder hinfällig geworden ist (man wird’s leider gewohnt),
der foto-ordner mit 1014 digi-pics plötzlich im datennirwana verschwunden scheint,
sich tatsächlich einen anderen ordner als heimat auserkoren hat (mach mir sorgen um mein gedächtnis),
oder wenn die nette kollegin fast schon mütterlich bemüht zu erklären versucht,
aber nur heiße luft rausbringt (sie meints ja gut …).
eine wahre fundgrube für supernette games ist orisinal
simple ideen – toll umgesetzt.
wers ein wenig passiver mag,
sollte die hier probieren:
wer kennt sie nicht, die mutproben im schulhof, die netten herren im basar oder die ersten pferdewetten – in ermangelung von pferden eben mit anderem getier.
unschön, …
… was die kollegin so am telefon über andere erzählt.
… das warten auf den letzten termin des tages.
… die sturheit und gereiztheit somancher mitmenschen.
… die momentane leere in mir.
… dass meine sonnenbrille immer noch nicht aufgetaucht ist.
… der gedanke an den horror in der shocking-city , der mich noch erwartet.
… das knacken in meinem genick.
… der stressreiche besuch am sonntag (jaja, die liebe tante, kann fragen stellen – und was für welche …).
… meine glatte online-beachvolleyball-niederlage – fast schon beschämend.
… die urlaubstage-knausrigkeit.
… das röcheln der kaffeemaschine nebenan.
… so eine unschön-aufzählung.
unmöglich?
„gibt’s nicht.“
hat sich Maurits Cornelis Escher (1898-1972) wohl gedacht, als er seine „unmöglichen objekte“ ersann und zu papier brachte.
mich faszinieren seine werke immer wieder.
egal ob er salamander ineinander schachtelt,
oder eine metamorphose über mehrere bildtafeln zieht,
sich selbst portraitiert
und der architektur ewig einen schritt voraus ist.
„denkste.“
haben sich findige lego-freunde gedacht
und eines der berühmtesten escher-motive einfach nachgebastelt.
angst …
… es grammelt und grammurlt.
wenn ich meinen kopf drehe.
manchmal knackt}s enorm laut.
die halswirbeln sinds.
glaub ich.
wenn …
… neider und hasser dich umringen,
dann denk an
.