neben mir saß harry potter

wenn kinder in baseball-mützen, schirmkappen oder lustigen maurerhüten die u-bahn entern ist immer was los. einmal war ich dabei, wie einer der kleinen hunger anmeldete. er will jetzt zum mcdonals. und das war das stichwort. alle kids im wagon, der ganze wagon also, skandierten

„mäc – do – nalds, mäc – do – nalds, mäc – do – nalds, mäc – do – nalds, mäc – do – nalds …“

wie dann die kindergartentanten die verzwickte situation gelöst haben, weiß ich leider nicht – in hietzing, wo sie alle ausgestiegen sind, gibt’s ja keinen mcd.
aber egal.
heute hatte ich das vergnügen, neben harry potter zu sitzen. der stürmte bebaseballcapt rein, nahm neben mir platz und bewunderte mein notitzblöckchen. „geil!“.
„gefällt´s dir?“
„mhm!“
als ich block und stift in meine tasche packte meinte er, er hätte immer einen pinsel dabei.
einen abgebrochen.
in seinem rucksack.
denn mit dem, mit dem kann er zaubern.
er quasselte also los und quoll mit zaubersprüchen nur so über.
„der ist fürs versteinern.“
„und mit dem kann ich meinen freund da k.o. machen.“
leider, leider funktioniert sein zauberstab nicht so richtig.
irgendwas passt da nicht so richtig zusammen.
ob er zauberer werden will, weiß er noch nicht.
vielleicht versucht er es ja in hogwards.
aber erst wenn er 11 ist.

heinz erhardt

samstag abend gab´s im bayerischen fernsehen eine heinz-erhardt-nacht.
3 filme hintereinander.
schön.
ich mag ihn nämlich.
sehr sogar.
seinen humor.
seine wortwitze, die nicht nur einfach wortwitze sind, sondern auch oft auch tiefsinniges enthalten.
seine filme, über die man wirklich lachen kann.
tja, und da surf ich grad bei der mariong vorbei und entdecke den tanzenden (fast hätt´ ich entzückend gesagt) heinz erhardt.
am 5. juni war´s 25 jahre her, dass heinz erhardt starb.
deshalb also.
deshalb tanzt er im web, deshalb die „special-night“.
leider sind´s allzu oft nur die jubiläen der todestage, an denen man sich an jemanden erinnert, den man eigentlich nie vergessen wird können.
wenn´ ich auch so gehopse und derlei spielereien im netz nicht mag – der heinz erhardt, der darf´s.
hier und jetzt und immer.
eines meiner liebsten gedichte von heinz erhardt, ist „der berg“, weil es, so glaub ich, seinen humor und witz, seinen charme und seine genialität einfach am besten widerspiegelt, weil’s ihm am besten beschreibt.

Der Berg
Hätte man sämtliche Berge der ganzen Welt,
zusammengetragen und übereinandergestellt
und wäre zu Füßen dieses Massivs,
ein riesiges Meer, ein breites und tiefs.
Und stürzte nun, unter Donnern und Blitzen
der Berg in dieses Meer — na das würd‘ spritzen!

mehr aus seiner feder könnt ihr hier nachlesen.

kaffeepause …

… macht er sicher nicht.
franzder „franz“.
so heißt er nämlich, mein kaffeebaum.
die gestibitze kaffeebohne vom starkl hat
sich nämlich am freitag zu wort gemeldet
und guckt jetzt freudigst aus der erde raus.
jetzt häng ich täglich neben dem kaffeebaum
und red ihm gut zu, ja schön brav zu wachsen.
.
.
.
ich freu´ mich ja schon auf den ersten eigenen kaffee.

tisch 2.0

die rechnung im hosensäckel meint,
vorgestern sei ich beim eisessen
an einem „tisch 2.0“ gesessen.
hmmm.
der sah aber ganz normal aus.
keine updates erkennbar.
gewackelt hat er auch.
überhaupt eigenartig war,
dass man zum großen obi-gschritzt
auch einen langen eislöffel serviert bekommt.
seltsam seltsam.