der rost

rost
abends, wenn ich den tag hinter mir lasse und mich heim sehne,
komme ich an dem rost hier vorbei.
der, so denke ich in naiver hoffnung, soll meine gedanken ordnen.
die unwichtigen, wie ein sieb durchfallen und verschwinden lassen,
die großen aber, die sollen mich weiter begleiten.
nur, leider, lässt mich der rost wirres mitschleppen
und verschluckt manch wichtiges.
und doch wähle ich ab und an diesen weg.
vielleicht ist seine sicht der dinge ja doch nicht so falsch.

laufen – rennen – gehen.

wenn ein deutscher sagt, er läuft die straße entlang, dann geht er.
wenn ein wiener sagt, er rennt die straße entlang, dann geht er.
für mich ist „rennen“ schnelleres gehen, traben.
und laufen, laufen ist für mich die schnellst mögliche bewegunsgform des menschen.
nur, warum laufen die deutschen und rennen die wiener, wenn sie gehen?
ist´s vielleicht deshalb, weil am land die uhren langsamer gehen als in der stadt,
bzw. in österreich alles gemächlicher als in deutschland passiert?