nein, nicht olympia.
ja, da auch.
aber ich hab´ ganz was anders im sinn.
die kollegin n. nämlich.
nicht das sie´s wäre.
nein.
sie findet alles, jedes und jeden „weltklasse“.
ihr lieblingswort.
wird zur leier und relativiert wiederum alles, jedes und jeden.
sie könnt´ auch „nervig“ sagen.
würd´ aber keinen unterschied machen.
nur klingt „weltklasse“ einfach besser.
ich persönlich find´s ja ….
Monat: August 2004
francé meets wien
das alte mütterchen, das einen französischen postsack in einem trolli über die kreuzung schiebt.

die französin hiner mir in der bim, die nicht dialektfrei in english per handy konversation hält und an jedes satzende ein phonetisches gemisch aus „ä“ und „ö“ hängt.
advent?
ab und zu verwöhnt uns unser chef mit frischem obst in der büroküche.
je nach saison gibt’s dann halt äpfel, bananen,
nektarinen, birnen, weintrauben, kiwis usw.
heute waren mandarinen dabei.
wenn ich mandarinen ess´, dann ist das meist die zeit,
in der man sich über das herannahende weihnachtsfest gedanken macht.
hmmm.
irgendwie passen aber die mandarinen nicht zu einem 30-grad-tag.
untertassen sind keine deckel.
auch wenn es heißt: „zu jedem topf gibt’s einen deckel“,
dann muss das nicht auch zwingend für kaffeehäfel und untertasse gelten.
gute nacht, merkur
muss wohl das fladenbrot gestern abend gemurmelt haben,
als es sich mit den restlichen semmeln und weckerln zudeckte.
jetzt liegt´s auf meinem mittagsjauserlteller
und ich denk mir … siehe oben
bald wird’s scharf
hoffe ich mal.

denn die chillis, pepperonis, patios (oder was immer das auch ist) wachsen glücklich vor sich hin.
ich hab mal vor jahren in einem afro-shop auf oder irgendwo in der nähe der burggasse so kleine, etwas größer als die ach so chicen coctail-tomaten, chillis gekauft.
und die, die waren teuflisch scharf.
ich mag´s ja manchmal gern scharf und weiß, wie man die normalen chilli-schoten zum beispiel für ein chilli-con-carne dosiert – aber die waren der wahnsinn.
also hab´ ich die kerne schön brav abgewaschen, getrocknet und konserviert.
heuer im spätfrühling sind sie wieder aufgetaucht.
na ja – ab in die erde damit.
und jetzt sprießen sie wie verrückt.
mal sehen, ob ich zorra ein wenig konkurrenz machen kann…
eingesackt.

neue weltanschauung
eigentlich wollt ich wiedereinmal ein photo für meine uraltphotoserie,
die zu meinem ersten header geführt hat, machen.

eigentlich.
jetzt huscht „die welt liegt dir zu füßen“ durch meinen kopf.
so was von pseudo-aufmunterisch von mir.
würg.
der planet

den kritzelte ich vor monaten mal auf ein post-it.
telefongekritzel.
nachdenkgekritzel.
fadessegekritzel.
schmollgekritzel.
freudegekritzel.
ich weiß es nimmer, wann, wie und warum.
plötzlich war da ein erdballähnliches ding auf dem post-it.
.
eigentlich hab´ ich mir nie gedanken drüber gemacht,
wie´s dort aussieht,
wer dort lebt – ob überhaupt,
wo er denn eigentlich ist,
möglicherweise gar nachts,
mit einem kleinen teleskop,bei gutem wetter sichtbar ist.
.
irgendwie hab´ ich jetzt fernweh.
fernweh nach meinem planeten.
frittieröl im drucker?
unser drucker— eine reinkarnierte friteuse?
dieser macht heute auf lustig und verströmt deftigste friteusendüfte.
oder ist´s die einsetzende midlife-crisis?
wir machen töpferkurse,
warum soll ein drucker nicht auch seine talente als fritter entdecken?