auffrischen

af2
heute, am „unschuldige kinder“-tag, ist´s hierzulande brauch,
dass die kinder des ortes von haus zu haus ziehen,
und alle mit ihren, meist vom opa geflochtenen weidenruten,
dem sogenannten „krawatsch“, auffrischen –
sprich mit der rute den aufzufrischenden ein paar schläge auf den hintern geben
und währenddessen folgendes sprücherl aufsagen:

frisch und gsund
frisch und gsund
gott sulls geim
laung sullst leim.

dem brauchtum zufolge sollen die so „geweihten“ im kommenden jahr vor krankheit und ungemach gefeit sein. und die kinder, die bekommen dafür ein kleines taschengeld.
langschläfer allerdings, die erst nach 12 uhr mittags „aufgefrischent“ werden, dürfen zwar ein paar euros locker machen, sich aber für´s neue jahr keinen besonderen schutz erwarten.
af1

6 Kommentare zu „auffrischen

  1. mit sicherheit.
    unter dem schutzmantel des brauchtums konnte man sich an somanchen griesgrämigen rächen. in früheren jahren, als die dorflehrer noch im schulhaus lebten, muss es ja noch interessanter gewesen sein…

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