schlusssoli …

… werden ja im radio immer häufiger immer seltener ausgespielt. letzten samstag, es muss doch wohl schon sonntag gewesen sein, kam endlich wieder mal garry moores schaurig trauriges e-gitarrengewinsel „still got the blues“ aus dem radio. leise seufzend wollte ich die nummer genießen, obwohl grad bei den nachbarn zum essen eingeladen und schon beim mitgebrachten irischen whisky, einen nicht allzu herben 8-jährigen, angelangt, flätzte ich mich noch mehr ins sofa und wollte die klänge in mich aufsaugen, wie damals, als ich, zirka zur selben zeit, zuhaus im wohnzimmer vor vaters stereoanlage gnotze und mit den kopfhörer durch die programme tingtelte und mir die nummern raus suchte, die mir grad gut taten. der seelenbalsam war sehr gefragt und den hatte garry moore zumindest akustisch perfekt aus der gitarre wummern lassen – was der typ da eigentlich singt, war und ist mir herzlich egal. jedenfalls hab ich die nummer ins herz geschlossen, ja, das klingt zwar blöd, ist aber so. am samstag, oder eben sonntag, also, hab ich mit vorfreude auf das solo gewartet, das akustische seelenbalsam, das zwar momentan absolut nicht gebraucht wird, aber auf vorrat kann man sich sowas doch wohl erhören, wurde einfach weggelassen, vom moderator einfach überquatscht und ab zur nächsten nummer.

büroweggedanken

manchmal geh ich auf dem weg ins büro an einer kirche vorbei, an die ein parkplatz grenzt. früher hat man ja die verstorben rund um die kirche begraben. der friedhof war quasi der kirchhof. heute stehen da die autos sternförmig um die kirche. wie särge, die darauf warten, eingegraben zu werden.

such-spiel

ein gib nur mir, bitte boomerang.
o.
o.
unaufhaltsam pflücken appel, boomerang.
bitte.
und christoph, langsam bilder zeck.
aschanti, verzehr quitten!
marsha, waschbecken schild plan!
bis auf die interpunktion stammt dies stück prosa
aus der boomerangschen suchmaschinen-referrer-liste.
die wortreihenfolge ist naturbelassen, bzw. häufigkeitsbedingt.