Ich hab da ein paar so Solar-Lamperl im Garten herumhängen. Eines davon ist leider undicht und langsam dringt Wassser ein. Aber, es funktioniert. Ich denke mir nur: „Wasser und Strom gehören nicht zusammen.“
Also zerlege ich das Teil, um das Wasser rauskippen zu können. Frohgemut geh ich ans Werk, schraube die Metallhülse auf und will den Glaskorpus vom Elektronikteil separieren. Meine Würschtlfinger haben das filigrane Lämpchen aber gleich so eingeschüchtert, dass sich zwar Glas und Elektronik fein säuberlich trennen ließen, jedoch ein Spürchen zu viel – eine kleine Lötstelle auf der Miniplatine hat sich gleich mitgelöst.
Wegschmeißen? Keine Option.
Also hab ich mein geballtes TV-Serienwissen zusammengekratzt und bin zur Tat geschritten. Im Glauben, als McGyver dem sonnenanbetenden Lichtspender wieder Leben einzuhauchen, fand ich mich alsbald als Tim Taylor vor dem zerlegten Haufen Elektroschrott, was meiner Dame, im Wissen um meine handwerklichen Fähigkeiten, nur ein müdes Lächeln gekostet hat. Sie hat gleich mal heimlich den Verbandskasten bereit gestellt und zwar laut genug, um mir noch ein bisschen mehr Druck zu machen.
Aber ich habe dann doch das Wunder von Hetzendorf vollbracht und in einer schweißtreibenden Stunde, in der irgendwo in Südostasien 4-jährige vier Paletten solcher Lampen komplett zusammenlöten, eine Lötstelle unter Gefluche und Gezeter wieder (optisch eh ganz ok) mit Lötzinn „verklebt“. Diese Heldentat schwellt meine Brust.
Ob‘s es dann auch richtig geht, erfahr‘ ich, wenn das Licht ausgeht.
Das Wasser ist übrigens noch drinnen in der Lampe.