Die Wiener Sternezeichen.

Horoskope sind ja meine Sache nicht. Die willkürliche Einteilung in Sternzeichen und noch willkürlichere Zuordnung von Eigenschaften noch weniger. Da denken Menschen echt, dass der Geburtszeitpunkt auf das nachfolgende Leben Einfluss nimmt, vielleicht sogar manche Wege vorzeichnet. Webei ja gar nicht genau definiert ist, was ist der exakte Geburtszeitpunkt? Der Moment, wenn die Nabelschnur durchtrennt ist? Oder dann, wenn das Neugeborene vollständig von Luft umschlossen ist? Da gibt es schon mal Unschärfen. Ist Sommerzeit und Winterzeit relevant? Nicht wenige Orte auf der Welt haben eine erhebliche Diskrepanz was Längengrad und Zeitzone betrifft – wie geht man da vor? Wenn man dann noch Aszendenten ins Spiel bringt, ist fast der Griff zum Würfel sinnvoller.
Für jene, die – wie ich – eher weniger auf Sternzeichen geben, hab ich mal ein Wiener Modell der Sternzeichen entworfen. Als Waage bin ich eher im Wiglwogl – als Fiaker aber fühle ich mich eher abgebildet. In der Hitze der Stadt leident. Vorgespannt, immer die Rute im Rücken, ein wenig bestaunt und bewundert – und trotzudem ein wenig frei. Wenn auch nur im kleinen.
Vielleicht findet sich ja hier auch jemand anderer wieder. Ich bin gespannt, was meine Leserschaft als Wiener Sternchen so ist.

Verhörtes.

Die Kurze hört um 21 Uhr Radionachrichten. Sie meint verwundert: „Jetzt hab ich gehört: ‚Es ist 23 Uhr.‘“ Die Dame hört dies und meint verwundert: „Ja eh, es ist 21 Uhr.“ Wenn sich zwei verhören, dann passt‘s am Ende eh wieder.