Dem Thermometer auf der Spur

Viel und oft wird behauptet, dass es im Mittelalter allgemein viel wärmer war als heute. Beweise dafür sind Mangelware. Wobei, vielleicht auch nicht.
Ein Indiz dafür, dass es im Mittelalter viel wärmer war als heute, hat jeder daheim an der Wand hängen: das Thermometer.
Wie so viele Begriffe des Alltags, hat sich auch dieser vom Mittelalter aus bis heute im Sprachgebrauch erhalten.
Die Bezeichnung „Thermometer“ ist ein Kompositum, also ein zusammengesetztes Wort. Der erste Teil, nämlich „Thermo“, weißt darauf hin, dass der Begriff mit Temperatur zu tun hat. Der zweite Teil des Wortes, nämlich „Meter“, lässt auf die Länge des zu bezeichnenden Gegenstandes schließen.
„Thermometer“ ist also die Bezeichnung für ein langes Gerät, das zur Feststellung der Temperatur dient. Die Länge rührt daher, dass für die Temperatur-Messung von höheren Temperaturen angezeigt auch entsprechend lange Glassäulen mit Quecksilber- oder Alkoholfüllungen von Nöten waren.
Das übliche Maß von in etwa einem Meter Länge wurde zur Norm und im Volksmund etablierte sich bald der Begriff „Thermometer“. Und, wie eingangs erwähnt, der Name ist erhalten geblieben, seit dem Mittelalter unverändert.
Dass heute handelsüblich Thermometer wesentlich kürzer sind, lässt darauf schließen, dass es im Mittelalter viel wärmer gewesen sein muss, als heute.

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