
Die Sonne scheint. Der Garten ruft. Der Christoph folgt.
Und der findet ein paar wunderschöne Federn im Frühlingsgrase liegen.
Schon drehen sich die Räder und man fragt man sich natürlich, wem da wohl das Fell über die Ohren gezogen worden ist. Ganz so freiwillig rupf man sich ja nicht am Gefieder. Außer natürlich, der Vogel hat einen ordentlichen Vogel oder sich über irgendwas dermaßen außerordentlich geärgtert, dass es zum Haareraufen kam, was dann aus anatomischen Gründen eben so enden musste.
Also hab ich kundige Freunde des Geflatters konsultiert und die haben mir alsbald berichtet, dass die Zeichnung der Federn typisch und eindeutig zuzuordnen wäre. Und da war ich dann doch auch ein bisschen baff.
Weil, ich mein‘, an Farben ist da nicht viel los. Weiß und Schwarz. Wobei Schwarz ja im Grunde keine Farbe ist, Schwarz ist lediglich die Abwesenheit von Licht. Andere Meister der Farbenlehre wiederum zählen Weiß und Schwarz und alle Graustufen dazwischen zu den „unbunten“ Farben.
Unbunt also.
Aha.
Ach ja, wegen meiner Baffigkeit:
Die Vogelkundler sind sich einig, dass es sich hier um Federn eines BUNTspechts handelt.
Es kommt drauf an. Gerade bei Vögeln. Wenn sie sich mausern, so verlieren sie die Federn. Auf dass neue wachsen können. Bunt aber, das ist die Möglichkeit dazu – wie bunt sich jemand zeigt, das ist dann seine Sache. Und so ein Buntsprecht, ja, der hat schon einiges zu bieten (auch natürlich an Größenunterschieden). Da ein bißchen rot auf dem Kopf. Aber die anderen, der schillernde Grünspecht, der unauffällige Wendehals, Letztlich fehlt noch Morgensterns Butterbrotpapier („der wilde Specht verschlang’s!“). Nein, es geht nicht nur um Farben, Vielfalt zeigt sich auf vierlei Weise.
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