… grad.
endlich.
wurde ja auch schon langsam zeit.
Autor: boomerang2nd
wanted: marsha hunt
mir liegt grad eine nummer von marsha hunt im ohr.
„keep the customer satisfied“, eine simon&garfunkel nummer.
die hab´ ich daheim beiden eltern irgendwo auf einer alten sampler-lp.
eine meiner lieblings-lps.
jimmy hendrix, the marbles, golden earing, joe cocker – natürlich mit der „wunderbare jahre“-nummer „with a little from my friends“, the box tops – ihrerseits wieder mit einer joe-cocker-nummer, nämliche „the letter“ … und weitere interpreten mit genialsten nummern sind darauf vertreten.
wie oft hab´ ich die lp gehört.
und jetzt schießt mir die nummer ins ohr.
und jetzt will ich die nummer hören.
sollte ja nicht schwer sein, im netz ein mp3 aufzutreiben.
aber nein.
nix.
irgendwie findet sich nur sehr wenig über die dame.
außer, dass sie mutter von mick jaggers erster tochter ist.
oder in london 1969 in „hair“ auf der bühne stand.
mit marc bolan ein verhältniss gehabt haben soll und einige nummern von ihm coverte.
und ein wahnsinns-photo:

ein photo, das mich ein wenig darüber hinwegtröstet, dass ich die nummer nicht auftreiben kann. die dame hatte wohl nich nur gold in der kehle, sondern war auch noch dazu eine ganz wunderschöne.
jaja, da wär´noch eine, scheints, lückenhaft hingerotzte biographie:
*15.4.1949, philadelphia, usa. — sängerin. model für aktaufnahmen. studium der psychologischen anthropologie in berkeley/kalifornien. mit 19 jahren erste ehe. ging 1967 nach london, england. arbeitete als dienstmädchen. 1968 wurde sie für die londoner ‚hair‘-aufführung verpflichtet. 1969 debüt-single „walk on gilded splinters“. 1972 debüt-lp „woman child“. 1971 wurde ihre tochter karis geboren. schloß sich 1973 der gruppe ’silver‘ an, die dann als ‚marsha hunt’s 22‘ auftrat. single aufnahme „the beast day“. später rundfunk-moderatorin. model-aufnahmen für ‚vogue‘ und ‚queen’s magazine‘.
aber nicht die nummer.
kein „keep the customer satisfied“-mp3
grrrrrrrrrr.
wenn präsidenten denken …
… fifa-boss blatter (ein eidgenosse übrigens) meint, das „unentschieden“ sollte im fußball der zukunft nicht mehr existent sein, weil „beim kartenspiel oder in jedem anderen spiel gibt es einen gewinner oder verlierer.“
jaja, der präsident.
vielleicht sollten sie sich auf´s kartenspielen spezialisieren.
tss tss tss.
fauen, wehrt euch doch.
ein wenig abseits der blattlinie, aber absolut treffend, analysiert annelise rohrer das wahlergebniss bzw. die gestrige aussage der sichtlich schlechten verliererin im präsidentschaftswahlkampf.
bravo, frau rohrer.
unbedingt lesen: http://www.diepresse.at/artikel.aspx?channel=m&ressort=mk&id=418598
designstiefkind …
… an jedem auto ist die türschnalle.
irgendwie sehen die bei jedem auto, egal ob neu oder oldie, relativ fad aus.
(okok, tom, grad bei oldies gibt´s ausnahmen)
aber die damen und herren autotürschnallendesigner bei ford haben da ein wenig mitgedacht und ein wenig phantasie eingebracht.

ist zwar nicht zum niederknieen, aber trotzdem „erfrischend“ im gegensatz zu dem, was sonst so an autos zu sehen ist.
keiner isst.
und alle sagen „mahlzeit“, wenn sie sich im gang begegnen.
11-14 uhr.
täglich.
uahhhh.
faszinierend
so eine wählerstromanalyse ist einfach faszinierend.
grad bei nr-wahlen, bei denen´s mehrere wahl-optinen gibt, kann ich mir das nicht oft genug anschauen und drüber staunen, warum die herren und frauen meinungsforscher/innen wissen, was ich diesmal und was ich letztes mal gewählt habe.
und dass um 17uhr bei einer auszählungsquote von 15% das ergebniss ziemlich genau vorhergesagt werden kann, grenzt für mich an zauberei.
nostalgie
den begriff nostalgie zu bemühen, mag eventunnel ein wenig übertrieben sein.
aber es ist schon ein seltsam anmutendes gefühl, wieder am kindergarten vorbei zu gehen, in dem man vor jahren mit seinen freunden gespielt, gerauf, gelacht, geweint, geschrien und getobt hat.
die sandkiste ist immer noch unverändert.
die kindergarten-tante ist ebenfalls immer noch im dienst – was mich irgendwie freut, weil’s mich, wenn ich dran denke, jünger fühlen lässt, als ich bin.
die schrecklich tujen zwsichen kindergarten und volksschule sind nimmer mehr da, nicht weil sie unter der dauerbelastung der spielenden kids leiden musten, sondern weil der neue schullehrer sie einfach nicht mochte,
in der volksschule tristesse.
leere.
nur 8 männer der wahlkommission zwängen sich auf schulbänken und rufen einzeln meinen namen auf, um damit zu bestätigen, mich auf der jedem vorliegenden wählerliste als wählenden auszustreichen.
ha.
ich hab´ eine wahlkarte.
nervösität macht sich breit.
doch die jungs kennen sich aus – bei den letzten wahlen gab´s noch proleme bzw. kleine schwächen damit, wie den jetzt mit einem wahlkartenwähler umzugehen sei.
das kartenkammerl und die schulklasse dienen als wahlkabinen.
kartenkammerl.
was hier alles herumhängt hab ich vor mehr als 20 jahren in händen und vor augen gehabt.
und der kleine schultisch.
aus holz.
mit vertiefung fürr ein tintenfässchen – gut, das haben wir damals nicht mehr gebraucht.
ich hatte eine blaue füllfeder.
mit sichtfenster.
wahrscheinlich ist das ja mein ehemaliger tisch.
vollgekritzelt, zerschnitzt ist er.
eine patina aus jahren und generationen von kinderhänden übertieht den tisch, macht ihn zu einem wunderschönem möbel.
ach ja.
ich vergesse fast, in den erinnerungen versunken, zu wählen.
wählen.
keuzerl machen.
so.
rein ins kuvert.
rein in die urne.
„pfiat eich.“
heim.
ha.
der greißler.
wie oft bin ich kleiner wicht die stiegen da raufgehuscht um mir ein brickerl zu kaufen, sprüche oder manner-keks.
später dann war die kleine bank davor der treffpunkt.
sogar sonntags konnte man, kann man noch immer, durchs einfahrtstor in die greißlerei gehen, den greißler beim fernsehen stören und was kaufen.
drinnen scheint die zeit still zu stehen.
wie vor 50 jahren siehts da drinnen aus.
das einzig moderne ist die alte rechenmaschine, die rattert und ruckelt und vom greißler auch dann bemüht, wenn´s drum geht, 2 semmeln zu kaufen.
im eck stehen alte eskimo-eis-taferln herum.
schön.
die auslage ist überhaupt ein hit.
wie ein geheimrezept einer köstlichen spezialität:
„unverändert, seit 1970“

ich liebe solche wahlsonntage.
neuer tag – neues glück.

nur nicht …
… alles hinterfragen.
bloß nicht.