FROHE WEIHNACHTEN! Oder was Noah in einer Weihnachtsgeschichte zu suchen hat.

Saisonbedingte Floskeln und Grüße haben ja zurzeit Hochkonjunktur. Ich hab mich da nicht ausgenommen und bin da ein wenig kryptisch an die Sache herangegangen. Die KI hat mir da flott ein Bildchen gezimmert, ohne Christkinder, Tannen, Keksen oder heiligen Kläusen. Und dann kribbelte es auch schon in meiner weihnachtlichen und auch weinnachtlichen Denkstube. Was könnte man mit dieser schönen Schreibmaschine wohl so an Geschichten schreiben? Gleich mal die KI nach Wörtern befragen, die da aus dem alten Vehikel purzeln könnten – aber wenn die mir „Weide“ oder „hetzen“ vorschlägt, fühlt man sich als Schreiberling ein wenig wenig ernst genommen. Denn „D“ oder „Z“ hat die weihnachtliche Schreibmaschine nämlich nicht im Angebot. Auch kein „G“ oder „B“…
Also selber ans Werk!
Es war dann schon sehr sehr viel heute, als mir folgende Geschichte, die nur aus den – an freundlicherweise die werte Leserschaft gerichteten – Buchstaben besteht:
FROHE WEIHNACHTEN!

Erwache, Noah!

Hohe Not, Noah!
China-Heroin weicht Hirne – Hafenhirten wachen nicht!
Freche Fracht fahrt fern!
Arche Ahoi! Ohne Noah!

Ratten thronen einfach an offenen Toren.
Ein froher Hahn tritt eine feine Henne. Er hofft: Notwehr!
Weinrote Ente Erna wartet froh auf Tenor Erich. Ratte Heino weint.
Einhorn Anita ehrt Ahorn, Eichen, Tannen. Fichten nicht.
Irre Orca hechten hinter Rochen her.
Eine Reihe Rehe entert hinten ein Weinhort, entweihen Hinterhof.
Chaoten!

Arche fern.
Tiere wirr.
Noah unfroh.

In neonrot weht „Cafe Fernweh!“ an Hafen-Toren.
„Wirtin! Tore hochfahren!“
Hinein.
Acht Wiener Harfen wiehern: Hoher Ton, hoher Ton, hoher Ton. Note an Note.
Ah! Ohrenweh!
Noah wittert Rache.
„Arche-Einwohner, entehrt nicht hehre Werte! Wehe, wenn ich…!“
Noah wirft Hanf ein, auch Tonnen an Hefentee.
Nie nacheifern! Noah unfit.

Hoheit hin. Hierarchie ohne Wert.
Rohheit trieft. Frohheit ohne Anrecht.
Oh Noah!
Arche in Fahrt. Ohne Noah!
Tiere in Anarchie. Ohne Ehr‘!
Noah in Trance. Ohne Hirn!

Noah, erwache!

Der Franzl. Aber nicht der von der Sisi.

Dass der Presley Elvis Aaron sich ob seines hohen Alters bester Gesundheit erfreut und schon seit Jahren eine Tankstelle im Waldviertel betreibt, darf ich ja wohl als bekannt voraussetzen. Den Klingelschlauch hat der Schlingel immer noch bei der Einfahrt liegen, der alte Nostalgiker. Wer kann’s ihm verdenken. Und die Stammkundschaft freut’s. Aus gewissen Gründen will er jedoch nicht verraten wissen, wo genau die Super-Tankstelle ist, verständlich. Zu viel des Rummels mag er nicht, es reicht ihm schon, was so an Laufkundschaft bei ihm herumdieselt.

Dieser Tage hab ich eine Entdeckung gemacht, die mindestens auf einer Stufe mit der königlichen, waldviertler Petrol-Station ist, aber in Sachen Geruch vielleicht sogar einen Tick hochwertiger einzuordnen ist. Mir ist zu Augen gekommen, dass es sich der Sinatra Franzl auf seine alten Tage ebenfalls in Österreich gemütlich gemacht. Der gute Knabe führt nämlich ein beschauliches, asiatisches Lokal, zwar weniger versteckt wie sein knieschnappiger Gesangskollege, befinden wir uns doch in nicht unzentraler Lage in Wien, also durchaus mutig, wenn auch recht subtil. Kenner allerdings wissen natürlich, wer da den Wok swingt.