und alle sagen „mahlzeit“, wenn sie sich im gang begegnen.
11-14 uhr.
täglich.
uahhhh.
Kategorie: Unkategorisiert
faszinierend
so eine wählerstromanalyse ist einfach faszinierend.
grad bei nr-wahlen, bei denen´s mehrere wahl-optinen gibt, kann ich mir das nicht oft genug anschauen und drüber staunen, warum die herren und frauen meinungsforscher/innen wissen, was ich diesmal und was ich letztes mal gewählt habe.
und dass um 17uhr bei einer auszählungsquote von 15% das ergebniss ziemlich genau vorhergesagt werden kann, grenzt für mich an zauberei.
nostalgie
den begriff nostalgie zu bemühen, mag eventunnel ein wenig übertrieben sein.
aber es ist schon ein seltsam anmutendes gefühl, wieder am kindergarten vorbei zu gehen, in dem man vor jahren mit seinen freunden gespielt, gerauf, gelacht, geweint, geschrien und getobt hat.
die sandkiste ist immer noch unverändert.
die kindergarten-tante ist ebenfalls immer noch im dienst – was mich irgendwie freut, weil’s mich, wenn ich dran denke, jünger fühlen lässt, als ich bin.
die schrecklich tujen zwsichen kindergarten und volksschule sind nimmer mehr da, nicht weil sie unter der dauerbelastung der spielenden kids leiden musten, sondern weil der neue schullehrer sie einfach nicht mochte,
in der volksschule tristesse.
leere.
nur 8 männer der wahlkommission zwängen sich auf schulbänken und rufen einzeln meinen namen auf, um damit zu bestätigen, mich auf der jedem vorliegenden wählerliste als wählenden auszustreichen.
ha.
ich hab´ eine wahlkarte.
nervösität macht sich breit.
doch die jungs kennen sich aus – bei den letzten wahlen gab´s noch proleme bzw. kleine schwächen damit, wie den jetzt mit einem wahlkartenwähler umzugehen sei.
das kartenkammerl und die schulklasse dienen als wahlkabinen.
kartenkammerl.
was hier alles herumhängt hab ich vor mehr als 20 jahren in händen und vor augen gehabt.
und der kleine schultisch.
aus holz.
mit vertiefung fürr ein tintenfässchen – gut, das haben wir damals nicht mehr gebraucht.
ich hatte eine blaue füllfeder.
mit sichtfenster.
wahrscheinlich ist das ja mein ehemaliger tisch.
vollgekritzelt, zerschnitzt ist er.
eine patina aus jahren und generationen von kinderhänden übertieht den tisch, macht ihn zu einem wunderschönem möbel.
ach ja.
ich vergesse fast, in den erinnerungen versunken, zu wählen.
wählen.
keuzerl machen.
so.
rein ins kuvert.
rein in die urne.
„pfiat eich.“
heim.
ha.
der greißler.
wie oft bin ich kleiner wicht die stiegen da raufgehuscht um mir ein brickerl zu kaufen, sprüche oder manner-keks.
später dann war die kleine bank davor der treffpunkt.
sogar sonntags konnte man, kann man noch immer, durchs einfahrtstor in die greißlerei gehen, den greißler beim fernsehen stören und was kaufen.
drinnen scheint die zeit still zu stehen.
wie vor 50 jahren siehts da drinnen aus.
das einzig moderne ist die alte rechenmaschine, die rattert und ruckelt und vom greißler auch dann bemüht, wenn´s drum geht, 2 semmeln zu kaufen.
im eck stehen alte eskimo-eis-taferln herum.
schön.
die auslage ist überhaupt ein hit.
wie ein geheimrezept einer köstlichen spezialität:
„unverändert, seit 1970“

ich liebe solche wahlsonntage.
neuer tag – neues glück.

nur nicht …
… alles hinterfragen.
bloß nicht.
ich werd´ anklopfen …
… wenn ich das nächste mal in mein zimmer zurück geh´, damit die zimmerkollegin weiß, dass ich ins zimmer komm´.
und nicht sie.
verkonjunktivierte & verkomplizierte überkreuzvermutungen sorgen nicht nur für strinrunzeln.
irgendwie frisst´s auch den ganzen spass auf, hier drinnen.
bad vibrations
irgendwie brodelts hier und ich bekomm´ nur die hälfte mit.
lkw-rückfahrwarneinrichtung
das nebengässchen unter meinem bürofenster wird des öffteren von lkws zum zwecke der belieferung des angrenzenden elektrofachmarktes benutzt.
und da ja jetzt die zeit der offenen fenster wieder da ist, klingt mir andauern der rhythmische signalton im ohr, den die lkws verpflichtend von sich geben müssen, wenn sie rückwärts fahren.
gottseidank ist der lustige lkw-lenker nicht mehr unterwegs, der statt des üblichen signales, ein baby-geschrei als signalton verwendet hatte.
8:41
raus aus der bim.
rein in die fuzo – und nicht in die u-bahn.
jedes mal wenn das wetter so einladend ist, mach ich den „kleinen abschneider“ zu fuß.
ich wär zwar mit den öffis schneller, könnt derweil noch etwas lesen oder einfach verschnaufen.
aber ich geh´ die strecke lieber.
bummle an den shops und boutiquen, café´s und fastfoodläden vorbei.
und lass mich von der sonne wärmen.
verschiedenste leute sind unterwegs.
gestresst.
gelangweilt.
einsam.
ziellos.
gefrustet.
lächelnd.
suchend.
einfach interessant zu beobachten.
die kellnerin des beisels karakelt das tagesmenü auf die schiefertafel.
der buchladen-eingang wird vom post-boten blockiert, der massenweise kartons ablädt.
vor dem mobilfunkshop hat sich schon ein grüppchen angesammelt.
billigste bistrotischen und sesselchen werden vom südländisch anmutenden herren flink aufgestellt.
ein älteres paar wundert sich über die tulpen mit den ach so langen blättern.
jausnend sitzen 2 im lieferwagen und lassen sich’s gut gehen.
7er bmw wälzt sich durch die fuzu – besonnenbrillt, offene fenster, laute musik.
rein in die u-bahn.
8:57