mahnend …

… steht er da.
einsam und verlassen.
hinter ihm tummeln sich eiligst hausfrauen und büromenschen der kälte entfliehend.
mit übervollen einkaufstaschen.
ohne ihn.
im stolz gekränkt wartet er.
vergeblich.
zu groß?
zu dick?
oder, …
… oder einfach nur vergessen?
am supermarkteinkaufstaschenpacktisch.
im november.
nikolaus

erholsam?

wochenende
klingt erholsam.
klingt – erholsam.
wenn aber das eigene „wohlfühlen wollen“ durch selbstauferlegte „verpflichtungen“, die bereits zum usus geworden sind und deshalb bei einstelllung bzw. reduzierung dieser zu schlechten gewissen führt, verunmöglicht oder besser gesagt weniger intensiv erlebbar gemacht wird, dann ist man getriebener seiner selbst. getrieben in eine richtung, die andere für richtig halten, weil halt immer schon so, aber die man selbst nicht unbedingt einschlagen will.

nicht ganz dicht!

meine terrassentür.
und die firma, die sie eingebaut hat.
ich hab jetzt 5 telefonnummern vor mir, kreuz und quer telefoniert und noch immer keinen termin für die mängelbehebung. „rufen sie uns nicht an, wir rufen sie an“. ich wird wohl bald meine stimmbänder aus dem schonprogramm rausnehmen, die herzfrequenz ein wenig pushen und ein wenig farbe in mein gesicht bringen.
morgen – 9 uhr.
heute wird mir alles zuviel:
– falscher tee in falscher teekanne
– das gefühl, eine strickhaube aufzuhaben, die viertelstündlich um eine nummer kleiner wird
– null motivation
– trotz aktiven heizkörpers ist mir saukalt
– das zu benamsende türschild zerfällt in meinen händen
bin neugierig, was der tag heute noch mit mir vor hat.