Der KI auf die Finger geschaut.

2024 war die große Zeit der KI-generierten Bilder. Sie kommen immer und überall zum Einsatz. Die Einsatzgebiete sind weit gefächert und auch die KIs sind immer ausgefeilter.
Aber leider ist auch sehr viel schlecht gemachtes dabei, wie hier am Cover eines Folders für Tischlereibedarf.
Das Bild unten ist ein Beispiel dafür, dass auch sehr viel Pfusch unterwegs ist. Denn hier wurde die erste & simpelste Regel bei KI-Bildern: „Finger zählen!“ sträflich missachtet.

Die Unlogik der Attraktivität

Die Tante Jolesch hatte mit „Was ein Mann schöner is’ a ein Aff’, is ein Luxus“ mehr als nur Recht. Und ich bin der lebende Beweis dafür. Attraktivität ist eben relativ. So relativ, dass diese Relativität sprachlich schon mal die Logik aushebelt. Denn die Abstufung von „attraktiv“ zu „unattraktiv“ folgt, wenn man’s verschriftlicht vor sich hat, dann doch einem eher eigenwilligen Muster:

attraktiv >  nicht unattraktiv > wenig attraktiv > nicht attraktiv > unattraktiv

Also ich find das nicht unlustig.

Dem Thermometer auf der Spur

Viel und oft wird behauptet, dass es im Mittelalter allgemein viel wärmer war als heute. Beweise dafür sind Mangelware. Wobei, vielleicht auch nicht.
Ein Indiz dafür, dass es im Mittelalter viel wärmer war als heute, hat jeder daheim an der Wand hängen: das Thermometer.
Wie so viele Begriffe des Alltags, hat sich auch dieser vom Mittelalter aus bis heute im Sprachgebrauch erhalten.
Die Bezeichnung „Thermometer“ ist ein Kompositum, also ein zusammengesetztes Wort. Der erste Teil, nämlich „Thermo“, weißt darauf hin, dass der Begriff mit Temperatur zu tun hat. Der zweite Teil des Wortes, nämlich „Meter“, lässt auf die Länge des zu bezeichnenden Gegenstandes schließen.
„Thermometer“ ist also die Bezeichnung für ein langes Gerät, das zur Feststellung der Temperatur dient. Die Länge rührt daher, dass für die Temperatur-Messung von höheren Temperaturen angezeigt auch entsprechend lange Glassäulen mit Quecksilber- oder Alkoholfüllungen von Nöten waren.
Das übliche Maß von in etwa einem Meter Länge wurde zur Norm und im Volksmund etablierte sich bald der Begriff „Thermometer“. Und, wie eingangs erwähnt, der Name ist erhalten geblieben, seit dem Mittelalter unverändert.
Dass heute handelsüblich Thermometer wesentlich kürzer sind, lässt darauf schließen, dass es im Mittelalter viel wärmer gewesen sein muss, als heute.

Woher sollen wir wissen, ob wir dafür oder dagegen sind, wenn wir nicht wissen, ob die anderen dagegen oder dafür sind?

Politik entzündet sich an so manchen Kleinigkeiten.
Manchmal reicht ein einziges Wort und schon geht’s rund.
In der letztwöchigen Ausgabe von „Gute Nacht Österreich“ war es dann soweit.
Der Name meines Heimatortes kam zur Ehre, im oben verlinkten Beitrag genannt zu werden.
„Kleinpetersdorf“
Die Nennung hat mich natürlich unheimlich gefreut. Und gleich ein Fragezeichen im Denkstüberl rotieren lassen. Denn Kleinpetersdorf ist im Grunde genommen ja jetzt für nix bekannt, außer, dass der Name einmal bei „Gute Nacht Österreich“ erwähnt wurde.
Aber das war ja vor der Aufzeichnung und vor Ausstrahlung der Sendung eben noch nicht bekannt, was die Erwähnung bei gutem Wind rechtfertigen würde.
Also scheidet das mal als Grund aus. Denn wenn, dann würde das ja eine Zeitschleife in Gang setzen. Und das wollen wir lieber nicht riskieren. Was nicht schon alles im Kino so in Zeitschleifen alles verlustig gegangen ist – frage nicht!
Also frug ich mich und weinte mich seither täglich in den Schlaf, weil ich nicht wusste und immer noch nicht weiß: Warum kam grad der Ortsname meines Heimatdorfes zur Aussprache?
Mittlerweile munkelt man im Ort, dass überlegt wird, ein Zusatztaferl am Ortsschild anbringen zu lassen. Sowas muss man ja touristisch ausschlachten, wenn man sonst nichts zu bieten hat. Vielleicht geht das sogar noch vor den Landtagswahlen über die Bühne.
Es ist aber noch nicht fix, weil sich die politischen Lager noch nicht einig sind, wer jetzt dafür und wer dagegen sein soll, was ja den eigenen Standpunkt – nämlich dafür oder dagegen zu sein – bestimmt.
Politik halt.