büroweggedanken

manchmal geh ich auf dem weg ins büro an einer kirche vorbei, an die ein parkplatz grenzt. früher hat man ja die verstorben rund um die kirche begraben. der friedhof war quasi der kirchhof. heute stehen da die autos sternförmig um die kirche. wie särge, die darauf warten, eingegraben zu werden.

such-spiel

ein gib nur mir, bitte boomerang.
o.
o.
unaufhaltsam pflücken appel, boomerang.
bitte.
und christoph, langsam bilder zeck.
aschanti, verzehr quitten!
marsha, waschbecken schild plan!
bis auf die interpunktion stammt dies stück prosa
aus der boomerangschen suchmaschinen-referrer-liste.
die wortreihenfolge ist naturbelassen, bzw. häufigkeitsbedingt.

der aktivist

klettert rauf, ganz rauf.
er will sie alle schützen, alle.
doch allein ist er zu schwach, der kleine.
eine, wenigstens eine will er retten,
koste es was es wolle.
unter einsatz seines lebens klammert er sich fest.
ganz oben.
„dem werd´ ich´s zeigen, ha!“, denkt er sich.
tapfer und standhaft verharrt er an exponierter stelle als es los geht.
die erschütterungen reißen ihn hin und her,
doch er klammert sich mit jedem erbeben fester und fester.
„mit mir nicht“, knurrt er in sich rein,
konzentriert und bedacht nicht abzustürzen.
aber die gefahr kommt immer näher.
er sieht zu wie´s passiert, muss den kopf wegdrehen,
die dragödie kann er nicht mitansehen.
wieder.
fast hät er sich nicht mehr halten können.
seine wut steigt ins unermessliche.
jetzt ist sie über ihn.
er kneift die augen zusammen und …
mbmmkhhdo
… und ich zupf die verdorrte mageritenblüte,
auf der der tapfere marienkäfer sitzt,
eben nicht weg.
der kleine, er hat´s geschafft.