die mütter rücken wieder aus, mit ihren kinderwägen.
fast täglich bin ich,
morgens am weg ins und abends am weg vom büro,
kinderwageninundausderbimeinundausladegehilfe.
„mini-casino …
… mit alessandro.
kommen sie,
schauen sie,
spielene sie!“

tja, jetzt sind sie auch in wien aktiv, die hütchenspieler.
und immer wieder gehen denen leute auf den leim.
ich schau denen ja auch manchmal ein wengerl zu,
die fingerfertigkeit ist ja immer wieder erstaunlich.
.
mich erinnert´s immer an einen spanien-urlaub der auch schon 17 jahre her ist.
damals haben wir einen ausflug in die nächste stadt gemacht – wegen des angeblich so interessanten wochenmarktes.
kaum sind wir aus dem bus raus, sind schon an jeder ecke die hütchenspieler gestanden,
rundherum jeweils eine touristen-traube.
Mein vater hat kurz zugeschaut und gemeint:
„ha, der eine da, der ist ein bisschen langsam!“
und tatsächlich, nach 3 gewonnen runden war der beweis erbracht.
okok, so fair ist mein vater ja, die geforderte revanche schien nur noch formsache zu sein.
tja, gottseidank haben wir ein hin-und-zurück-ticket beim bus-chauffeur gelöst und außerdem gab´s dort außer frischem obst eh nur ramsch.
laute schuhe & selbstbewusstsein
sind manche schuhe der holden weiblichkeit schlicht und einfach nur laut oder sind sie bewusst so konstruiert, dass die schuhe beim gehen lauthals schreien:
„hey, guck her, da komme ich!“?
letztere vermutung korreliert verdächtig oft mit dem gemüt der schuhträgerin.
wonnewochenenden
alles neu, macht er, angeblich.
ha.
wie jedes jahr schwappen immer mehr termine
in die maiwochenenden und kleistern sie zu.
die freizeit wird zur unfreizeit.
nein, ich bin gern auf hochzeiten und taufen,
geburtstagsfeiern und polterabenden.
aber so geballt, wochenendenlang verplant zu sein,
dass widerstrebt mir.
ich hab´s einfach gern,
nicht zu wissen,
was ich am wochenende mache.
denn diese wochenenden,
die sind die schönsten.
rasenmähen&schnittlauchbrot
freitagsnachmittagsheimkommen.
ich freu mich schon auf den duft.
den geschmack.
das gras zwischen den zehen.
papierkorb entleeren…
… ist im büro irgendwie einfacher.
eine bestätigung reicht und der unbekannte huscht mit den vollen müllsäcken runter.
brr

proaktiv
ein modewort.
ein tautologisches.
aktiver als aktiv kann man nicht sein,
nicht mal wenn man dem „aktiv“ ein „pro“ umhängt.
ich hoffe, dass „proaktiv“ nicht mehr lange auf seinem weißen schimmel dahingaloppiert und schon bald eine tote leiche sein wird.
plüschmobil

im 18ten gibts ein kuscheliges auto.
„warst beim frisör?“
man könnte millionen drauf wetten,
dass man von anähernd jedem zweiten im büro,
nach einer fachmännischen neugestaltung seiner eigenen haarpracht,
befragt wird, ob man beim frisör war.