als potenzieller kunde wird man ja heutzutage ja allerorten auf vielerlei art und weise gelockt. die wiener schnitz´l-kette „schnitz´lwirt“ hat sich da aber was ganz besonderes einfallen lassen, tja, ich bin fast verleitet zu sagen, dass das ein „unglaubliches angebot“ ist.
wer zum schnitz´lwirt kommt und sich das „extra-menü“ bestellt, bekommt zu seinem bröselteppich auch gleich eine heißklebepistole dazu. na mahlzeit!
kottanisiert
der bürokaffeeautomat verlangt nach der eingabe eines passwortes.
und rückt dafür keinen kakao raus.
wie sagt man so schön:
„i glaub´, i bin im foisch´n füm!“
ein apfel, ein hund und energie
neben mir ißt grad ein bürohund einen apfel.
zizerlweise.
sieht recht verspielt aus, aber es ist echtes bemühen.
vom energieaufwand her. ist wohl eine nullsummenrechnung – die energie, die im apfel steckt, die wendet das fürs essen auf.
krenkaffee
der bürokaffee schmeckt heut´ nach ausgetrockenen gerissenen kren.
auf die bim warten ist schön, …
… wenn die kälte die wangen ribbelt und gleichzeitig die sonne wieder mut fasst und aus dem vollen schöpft.
laut gedacht
auf dosenbohnendosen stehen viele zahlen drauf,
welche auskunft über diverse liter oder milligramm geben.
auf die bezifferung der zu erwartenden phon wird leider immer wieder vergessen.
nur so
ich bin ja kein jammerer, nein.
aber in den letzten tagen haben sich hier im büro desorganisation, informationsgeiz, kompetenzwirrwarr und beängstigende unwissenheit derart verdichtet, dass schön langsam auf eine größere hemdgröße umsatteln werden muss – dabei trage ich seltenst hemden.
ich bin ja kein hitzkopf, nein.
aber wenn wertvolle arbeitszeit vernichtet wird, weil mehrere leute im kreis arbeiten müssen, leute sich nicht miteinander abstimmen, man den job anderer gleich miterledigen muss, dann weiß ich nicht, wie lange für meine stimmbänder noch zimmerlautstärke zimmerlautstärke ist und nicht zur opernsaallautstärke mutiert – dabei geh´ ich ja gar nicht in die oper.
ich bin ja kein dünnhäuter, nein.
aber wenn betriebsschädigende, ergebnisverschlechternde rückradlosigkeit tag für tag vorexerziert wird und grad eben noch ein info-mosaiksteinchen-e-mail rein kommt, in dem man mit falschen vornamen angesprochen wird, dann passt das wie die faust auf´s aug´ – dabei …
ach egal, manchmal ist echt mühsam, mücken-projekte, die sich auf elefantengröße auswachsen, durchführen zu müssen.
gefahr durch handtaschen
im dickicht der shoppenden, mittagspausenden, bummelnden oder auch sightseeingenden menschen ist es sehr oft zu beobachten, dass damen mit umgehängten handtaschen diese mit der zur behängten schulter zugehörigen hand festhalten.
das ist ja ok.
aber der andere, beschäftigungslose arm, der wird beim gehen dermaßen schnell und ausladend geschwungen, dass man sich als mann schon mal fürchten muss, wenn man eilends durch die menge huscht.
schneeballschlacht mit unbekannt
mittagspausenjausenholend am gehtsteig entlang trottend,
fliegen uns plötzlich schneebälle um die ohren.
von der anderen straßenseite.
und von unbekannt.
das feuer musste erwidert werden,
bis unbekannt nach rechts
und wir nach links abbogen.
glatze ist …
… wenn die stirnfransen auch zur gnackmatte gehören.