seit 2 wochen …

… hat meine stereo-anlage einen harten job.
jeden morgen.
eine stunde bevor ich die tür schließe und ins büro fahr.
da dreh ich den volume-knopf nach rechts.
nicht bis zum anschlag.
das täte den fesntern nicht gut.
aber schön laut.
Ø PLAY
booklet raus.
und genießen.
die stimme.
die geschichten.
die so ehrlich sind.
so aus dem leben.
als ob er’s wirklich erlebt hat.
es ist fast so,
als wäre man mitten drin.
man spürt fast das leder des lenkrades.
die kieselsteine zwischen den zahen, unten am fluss.
den herzschlag.
die trauer.
wut.
und alles mit geballter energie.
nicht irgendwie lasch, hingecastet, hin“designed“.
es passt einfach alles.
ok, meine stimme nicht so.
aber ich sing mit.
versuchs zumindest.
und kämpfe mit der gänsehaut,
der rührung.
ja.
ich bin gerührt.
immer.
immer wenn ich’s höre.
ich weiß nicht warum.
einfach schön.
und ruhig.
eine wunderbare geschichte.
ohne viel dramatik.
und trotzdem so stark.
my hometown
meine absolute lieblingsnummer.
er wird’s heute wahrscheinlich nicht spielen.
leider.
aber das ich mich wie wahnsinnig drauf freu,
das steht fest.

gespannt.


obs wohl was wird?
und wie siehts aus?
reichts licht?
oder wirds einfach nur fad?

mittagspause.
nix wie raus aus dem büro – beute machen.
also einkaufen gehen.
seltsame begegnung mit einem gepard.
direkt vorm eingang.
und weiter, rüber über die straße.
den gehsteig entlang.
den gewohnten weg eben.
und plötzlich.
plötzlich ist da was in meinem augenwinkel.
ein funkeln.
ein lichtstrahl.
ich bleib stehn – und hab die luxo schon in der hand.
instinktiv.
die mundwinlkel zeigen nach oben.
links-rechts-links-blick.
so wie in der volksschule brav gelernt, bevor man über die straße geht.
aber ich leg nur an, knips zwei mal.
weiter.
rein in den supermarkt.
schnell.
es muss schnell gehen.
mein „standard-menü“
zwar ungesund.
sehr ungesund sogar.
aber zum überlegen wollte ich mir keine zeit nehmen.
kassa 2 ist frei.
war frei.
und ist wieder frei.
vorsichtig am chamäleonisierten gepard vorbei.
rein ins büro.
luxo anstopeln.
bilder raussaugen.
freuen.
quer

braunschweiggasse …

… u-bahnstation braunschweiggasse.
irgendwie hat die eine besondere wirkung auf mich.
genaugenommen dann, wenn ich lese.
abends, wenn ich mit der u-bahn vom büro heimwärts fahre,
lese ich gerne ein wenig in einem buch, im profil oder im vor-magazin.
und dann.
dann passierts.
ich schau auf.
und ich erschrecke mal für mal.
ich kann es nicht glauben, es nicht nachvollziehen.
aber jedesmal, wenn ich beim heimfahren erstmalig aus dem lesen auftauche,
tu ich das in der u-bahnstation braunschweiggasse.