der eigenen geschichte beraubt …

… haben sich plündernde iraker in bagdad.
wie derstandard hierberichtet, sind 170.000 aus dem irakischen nationalmuseum exponate gestohlen oder zerstört worden. wo eins zeugnisse einer der ersten hochkulturen zu besichtigen waren, findet sich jetzt nur noch ein trümmerhaufen.
was treibt menschen dazu, museen zu plündern, original-dokumente von unschätzbaren wert für immer zu zerstören?

6 Kommentare zu „der eigenen geschichte beraubt …

  1. Die Museeums-Stücke können für viel Geld an Sammler verkauft werden. Es soll ja Leute geben, die lassen Gemälde klauen und hängen sie dann in ihrem Privat-Safe auf!

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  2. Soll’s geben, ja! Aber was hat man davon? Man kann ja nicht mal damit angeben!
    Aber hier sind ja nicht nur Dinge gestohlen worden. Daß sie Sachen zerstört haben will mir nicht in den Kopf!

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  3. bilder gibts … … hier: http://derstandard.at/standard.asp?id=1270523

    es sind nicht einfach einfache menschen.
    was/wer sind schon einfache menschen?
    es waren menschen „wie du und ich“.
    aber was hat sie zu sowas getrieben?
    welcher hass muss sich da in den jahren der saddam-diktatur auf die mächtigen aufgestaut haben, dass er sich gegen alles richtet, was vormals noch im besitz der mächtigen war?

    interessant sind diesbezüglich die massenpsychologischen betrachtungen von gustave le bon: http://mediendenken.editthispage.com/discuss/msgReader$133?mode=day

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  4. Kühlschränke Wenn man den Bildern glauben darf, dürften die Plünderer keinen großen Unterschied zwischen Kühlschränken und antiken Schätzen gemacht haben. Bleibt nur zu hoffen, dass ein Teil der Sachen den Weg auf den internationalen Schwarzmarkt findet. Dort können sie dann ja zurückgekauft werden. Soviel sollte von den erhofften Ölmilliarden ja entbehrlich sein.

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  5. die … … „erhofften ölmilliarden“ werden wohl in den wiederaufbau fliessen, höchstwahrscheinlich in die kassen der us- bzw- uk-firmen, die die exklussiv-rechte haben, dem irak wieder infrastruktur zu geben.

    die zerstörten kulturgüter sind zu einem nicht unwesentlichen teil unwiederbringlich verloren. der anteil der über schwarzmärkte wieder zurückkommt kann getrost als marginal betrachtet werden.

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