3 mal innerhalb von 5 minuten gehört.
beim 1. mal unberechtigt.
beim 2. mal semiberechtigt.
beim 3. mal berechtigt.
manche leute haben eben das talent,
so manches einfach herbeizureden.
Monat: November 2004
akustisches tuning
ein daumennagelgroßes loch im endtopf
macht einen alten 37kW fiesta,
in pole position an der roten ampel,
zur respekteinflössenden bestie.
scharfe schatten.
der mond hat gestern nacht unheimlich scharfe schatten gezeichnet.
irgendwie kam ich mir vor wie in einer nachtszene in einem schlechten hollywood-film, die aus kostengründen tagsüber gedreht wurde und dann ein wenig abgedunkelt über die leinwand flimmerte.
nach ein paar schattenspielen ging ich dann doch rein.
´s war ja saukalt.
helle freude, …
… im wahrsten sinne des wortes,
herrscht alle jahre wieder bei den stromanbietern,
wenn häuser und fassaden,
tujen und gartenzäune,
fenster und balkone
weihnachtsbeleuchtet um die wette kitschen .
der pakistan-effekt
seinerzeit schlug ich mir die großen pausen im netten kleinen pub, welches unweit von der schule bestens positioniert war, um stangler und großepausesinnvollnutzer eine nette verweilstätte zu geben, mit einem schulkollegen um die ohren, um ein bierchen – und die herta, so hieß die dame hinter der budel, hatte da eine beachtliche auswahl, beispielsweise hab ich dort das adelscot kennen und schätzen gelernt – und ein baguette zu genießen. gemütlich an der bar sitzend ist dann auch schon mal die eine oder andere fehlstunde im netten plausch mit der herta verbracht worden. herumliegende zeitungen wurden auf fernsehprogramm, rätsel, sportberichte und seite7-mädel abgescannt, die jüngeren schüler schief angeschaut und die der anderen abteilungen ausgelacht. eines tages, beim lösen der 5 (oder sind’s nur 3?) „wissen sie…?“ fragen in der krone, sind wir dann auf folgende frage gestoßen:
„welche farben beinhaltet die nationalflagge von pakisten?“
er: „weiß. weiß ist immer gut, wenn´s um nationalflaggen geht!“
ich: „ich bin für grün.“
wir blätterten weiter zur auflösung.
und wir hatten recht.
der pakistan-effekt tritt also dann in kraft, wenn zwei unwissende ihr unwissen verschränken und das ergebnis pures wissen ist.
autozeitalter …
… lassen sich auch anhand der stoßstangen, die der fachmann ja stoßfänger nennt, weil dies ja dem zweck dieser nicht unwesentlichen autobestandteile wohl am ehesten gerecht wird, einteilen.
da wär´ zuallererst einmal die der autos mit verchromten oder zumindest aus plankem metall bestehenden stoßstangen. hier ist diese bezeichnung wohl noch eher zutreffend, weil sie in ihrer robustheit doch eher die funktion eines rammbockes hatten. sie machten die sie schützenden autos zu kleinen panzern, dachten nicht im geringsten daran, geknautscht zu werden und waren so solid wie der eiserne vorhang.
schwarzes hartplastik, welches in den jahren eine gräuliche patina erhielt – wie man so schön sagt, von der sonne „abgeschossen“ –, kam zum einsatz, als das benzin teurer wurde, die autos leichter werden und sich im unfallfall dem insassenschutz unterwerfend etwas diplomatischer verhalten sollten. was beim buserer mit einem chromzeitalterlichen eher ungünstig, beim einparken jedoch geldbeutelschonend sein konnte.
nun, das automobil entwickelte sich weiter, vom gebrauchsgegenstand zum freizeitgestaltungsbehelf hin zum statussymbol, bei dem das „disein“ eine nicht unwesentliche wichtige rolle spielt. und da ist so so eine schwarze zierleiste ein wenig störend. cw-wert-förderlich unter einer platikhaut versteckt und stromlinienförmig in andere karosserieelemente überfliesend, ist der stoßfänger als solcher kaum mehr zu erkennen. heute ist er zum beispiel das zuhause der elektronische einparkhilfe, welche ihm ein wenig die daseinsberechtigung abzugraben trachtet.
gelber silberstreif …
… am horizont.
2 von 4
tolle trefferquote.
gipskartonplatten haben die, in manchen fällen äußerst hinterhältige, eigenschaft, nicht transparent zu sein.
beispielsweise wenn man mit einem 14mm bohrer federklappdübeln den weg frei machen will und dann, auf einen metallsteher trifft.
schon etwas heiser nach dem ersten volltreffer, versetzt man die geplante lage des ikea-leilsystems für die ausleuchtung des bades um 10cm. nach rechts..
fein.
auf zur nächsten wand, den versatz schön miteinkalkuliert, rüberguckend auf das überflüssige loch, steigt auch schon das gefühl auf…., was wäre wenn…..
mit einem zünftigen „aber geh´!“ auf den lippen selbstberuhigt, beschleunigt der bohrer auf höchstdrehzahl, frisst sich durch die gipskartonplatte und küsst wieder einen metallsteher.
und ich bin ganz ruhig geblieben, hab meine heiserkeit nicht noch weiter strapaziert.
ok.
läuft halt das „lichtband“ quer durchs bad.
auch gut.
nur sind da jetzt 2 überflüssige löcher, die schön präzis die positionen der metallsteher dokumentieren.
„ihr auto“

das „ihrer“ frau, weil sie das ganze geld versoffen haben?
oder eben das auto, mit dem sie da grad angekommen sind: „´s muss ja ihnen gehören, wenn sie damit fahren oder?“
.
ich kann mir nicht helfen, jedes mal wenn ich da vorbei fahr´,
spür´ ich beim lesen einen kleinen dubiosen beigeschmack..
100km/h im stehenden auto

jetzt graupelt´s grad ordentlich.