Waschmaschinen und Zeit

In der Zeit, in der meine Waschmaschine 5 Minuten runter zählt, lernen andere den Partner fürs Leben kennen, verlieben, verloben und verheiraten sich, bekommen Nachwuchs, genießen eine gemeinsame Kindheit, durchleben eine abwechslungsreiche Schulzeit und sind dann jahrelang stolz auf Juniors Matura.

Angeblich sind die Dinosaurier ja deshalb ausgestorben, weil sie vor der Waschmaschine auf das erlösende „Klack-Klack“ gewartet haben. „Ach was, die paar Minuten bis die Waschmaschine fertig ist, die warten wir noch ab und dann gibts Essen.“ waren die letzten Worte der einstigen Herrscher auf dem Erdenrund, ehe sie elendiglich verhungerten.

Sich regen im Regen

„Ob ich noch ein Runderl soll?“
beantwortet mir ein Donnergroll.
„Is’ noch fern.“ Schon zug ich los.
Jetzt steh ich da mit nasser Hos’.
„Wer nass ist, wird nimmer nässer.“
Vom warten wird’s nichts besser.
„Also weiter geht‘s“, was soll ich tun.
Etwa zwischen den Bäumen ruh‘n?

„Ah, da vorn wird’s wieder licht.“
Das kümmert aber Petrus nicht.
„Lass runter, der Natur tuts gut.“
So überspiel ich meine Wut.
„Hmpf, brumpfl, neckl, Zarsch!“
So pfeif ich durch den Maienmarsch.

Geh ich raus im Regenkleid,
ist kein Regen weit und breit.
Und denk man „’s bleibt trocken“
wirst nass bis auf die Socken.