Wenn die Zeit davon läuft.

Das Wochenende eilt herbei, langsamer als man es
erwartet. Im Rucksack erhofft man sich mehrere
Mützen Schlaf. Und dann, dann zischt eine Stunde
einfach so davon. Flup. Und versteckt sich irgendwo
im Herbst. Das so in die Zeit gerissende Loch, das
verschmiert sich auf die Augenlider, die, ob der
Müdigkeit, die eh schon der Woche ein wenig
Sand ins Getriebe warf, jeden Tag einen schweren
Kampf mit der Schwerkraft führen.

Neue Frisur für die Bäume.

Tja, auch die Obstbäume müssen dann und wann zum Frisör.
Obstbaumschnitt 2011
Müssen sie natürlich nicht. Der kommt nämlich zu ihnen.
Also, in dem Fall bin ich der Friseur. Und mit allerlei Werkzeug,
einer Leiter und ambitioniertem Schnitt kommen ein paar Birnen
und Äpfel zu einem hübschen Äußeren, der eine Gravensteiner zu
einer knackigen Amputation, die brav verarztet wird und der Friseur
himself zu einen kleinen Muskelkater.

Eine neue Uhrzeit beginnt.

Seit September 2001 hab ich keine Armbanduhr mehr getragen. Und bin so eigentlich recht gut zurecht gekommen. Bis, bis mir eben neulich die alte Armbanduhr meines leider bereits verstorbenen Onkels in einer Lade entgegensprang. Es muss so um 1981 gewesen sein, als er verstarb. Seither war die Uhr nicht mehr in Betrieb.
Kurz mal die Krone drehen – und schon dingelts und dengelts dahin, das Uhrwerk. Am Wochenende hab ich ein Lederarmband für die Uhr gekauft, das Metallarmband war mir zu groß und hat auch optisch nicht so gut gepasst.
Jetzt tickt die Gute an meinem linken Handgelenk und erinnert immer wieder an meinen Onkel, den ich leider viel zu wenig gekannt hab.
Ich mag die Tanis.