zwar sagt ja man hierzulande „fett wia a christkindl“,
aber der importierte christkindverdränger kann´s auch recht gut.
heut´ morgen wartet übrigens ö3 mit einer neuen kurzgeschichtenserie auf:
dem „sandler klaus“.
ich mag ja wortwitze recht gern,
bei dem bin ich mir aber nicht so sicher.
olfaktorisch erinnert
welch kraft manchen düften inne wohnt,
durfte ich gestern erfahren.
die nachtmahlpackerlsuppe nämlich, irgendeine schnelle feine paradeiser-suppe,
hab ich aus ermangelung von parmesan und olivenöl
mal experimentierfreudigst pur zubereitet.
so wie´s die vor- und nachkoster in den knorr- oder auch maggi-labors
schlussendlich für den verkauf geeignet abnicken.
als ich dann schließlich den deckel vom suppentopf nahm und ein häuchchen
des suppenduftes schnupperte,
fühlte ich mich unweigerlich an den guten alten kukuruzrebler,
daheim bei meinen eltern, erinnert.
rund um den herum roch es damals, als er noch im einsatz war, genau so.
damals mochte ich den duft,
durfte ich ja auch die kukuruzkolben da durchwurschteln.
der duft von festen, innen mehligen kukuruzkörndln, hmmmm,
irgendwie stumpf, die nase kitzelnd, aber trotzdem hatte ich ihn gern.
jetzt steht der rebler irgendwo im alten stadl,
zwischen etlichem bauernmuseumstauglichen krims und krams
und hat schluckauf.
die paradeiserpackerlsuppe,
die wird aber beim nächsten mal wieder mit parmesan und olivenöl getunt.
sollte in jemandem die frage aufgestiegen sein, was den ein kukuruzrebler sei,
dem empfehle ich, mal da reinzugucken:
http://members.aol.com/Kitandililo/maisrebler.htm
fr, 03.12.04, 20 Uhr, ö1
willy astor gibt sich im vidobona die ehre.
tja, und ich hab keine karten ergattern können.
aber zum glück gibt´s ja ö1.
jaja, das ist der sender mit dem vielen klassikgedudel,
der beim sendersuchlaufen im auto nur 2sec gehört wird.
üblicherweise.
aber ab und an haben die leute von ö1 auch
einige kabarett-highlights im programm.
vor geraumer zeit hab´ ich zufällig das neue programm,
na ja, den schluss des neuen programmes von
lukas resetarits genießen können.
und nur mal so zum guster machen:
die geschichte vom radkäppchen, kater lysator und dem bösen golf.
„sei ned so zwider.“
3 mal innerhalb von 5 minuten gehört.
beim 1. mal unberechtigt.
beim 2. mal semiberechtigt.
beim 3. mal berechtigt.
manche leute haben eben das talent,
so manches einfach herbeizureden.
akustisches tuning
ein daumennagelgroßes loch im endtopf
macht einen alten 37kW fiesta,
in pole position an der roten ampel,
zur respekteinflössenden bestie.
scharfe schatten.
der mond hat gestern nacht unheimlich scharfe schatten gezeichnet.
irgendwie kam ich mir vor wie in einer nachtszene in einem schlechten hollywood-film, die aus kostengründen tagsüber gedreht wurde und dann ein wenig abgedunkelt über die leinwand flimmerte.
nach ein paar schattenspielen ging ich dann doch rein.
´s war ja saukalt.
helle freude, …
… im wahrsten sinne des wortes,
herrscht alle jahre wieder bei den stromanbietern,
wenn häuser und fassaden,
tujen und gartenzäune,
fenster und balkone
weihnachtsbeleuchtet um die wette kitschen .
der pakistan-effekt
seinerzeit schlug ich mir die großen pausen im netten kleinen pub, welches unweit von der schule bestens positioniert war, um stangler und großepausesinnvollnutzer eine nette verweilstätte zu geben, mit einem schulkollegen um die ohren, um ein bierchen – und die herta, so hieß die dame hinter der budel, hatte da eine beachtliche auswahl, beispielsweise hab ich dort das adelscot kennen und schätzen gelernt – und ein baguette zu genießen. gemütlich an der bar sitzend ist dann auch schon mal die eine oder andere fehlstunde im netten plausch mit der herta verbracht worden. herumliegende zeitungen wurden auf fernsehprogramm, rätsel, sportberichte und seite7-mädel abgescannt, die jüngeren schüler schief angeschaut und die der anderen abteilungen ausgelacht. eines tages, beim lösen der 5 (oder sind’s nur 3?) „wissen sie…?“ fragen in der krone, sind wir dann auf folgende frage gestoßen:
„welche farben beinhaltet die nationalflagge von pakisten?“
er: „weiß. weiß ist immer gut, wenn´s um nationalflaggen geht!“
ich: „ich bin für grün.“
wir blätterten weiter zur auflösung.
und wir hatten recht.
der pakistan-effekt tritt also dann in kraft, wenn zwei unwissende ihr unwissen verschränken und das ergebnis pures wissen ist.
autozeitalter …
… lassen sich auch anhand der stoßstangen, die der fachmann ja stoßfänger nennt, weil dies ja dem zweck dieser nicht unwesentlichen autobestandteile wohl am ehesten gerecht wird, einteilen.
da wär´ zuallererst einmal die der autos mit verchromten oder zumindest aus plankem metall bestehenden stoßstangen. hier ist diese bezeichnung wohl noch eher zutreffend, weil sie in ihrer robustheit doch eher die funktion eines rammbockes hatten. sie machten die sie schützenden autos zu kleinen panzern, dachten nicht im geringsten daran, geknautscht zu werden und waren so solid wie der eiserne vorhang.
schwarzes hartplastik, welches in den jahren eine gräuliche patina erhielt – wie man so schön sagt, von der sonne „abgeschossen“ –, kam zum einsatz, als das benzin teurer wurde, die autos leichter werden und sich im unfallfall dem insassenschutz unterwerfend etwas diplomatischer verhalten sollten. was beim buserer mit einem chromzeitalterlichen eher ungünstig, beim einparken jedoch geldbeutelschonend sein konnte.
nun, das automobil entwickelte sich weiter, vom gebrauchsgegenstand zum freizeitgestaltungsbehelf hin zum statussymbol, bei dem das „disein“ eine nicht unwesentliche wichtige rolle spielt. und da ist so so eine schwarze zierleiste ein wenig störend. cw-wert-förderlich unter einer platikhaut versteckt und stromlinienförmig in andere karosserieelemente überfliesend, ist der stoßfänger als solcher kaum mehr zu erkennen. heute ist er zum beispiel das zuhause der elektronische einparkhilfe, welche ihm ein wenig die daseinsberechtigung abzugraben trachtet.
gelber silberstreif …
… am horizont.