
Wofür die Brandmelder vom SHHHHH so alles gut sein können. Auf jeden Fall für eine zünftige Freitagstexterei, die wieder einmal hierorts stattfinden soll. Zu diesem Zwecke hab ich meinen virtuelles Fotoschachterl durchgewühlt und bin da bei einem Ort hängen geblieben, der mich immer wieder belustig wenn ich dran vorbei komme. Und das ist zwei mal am Tag der Fall. Klarerweise hab ich diese spezielle Lokation auch photodokumentarisch festhalten müssen – irgendwann im 4er-Jahr. Jedenfalls die Zeit und das Foto sind reif.

Dieses gilt es nun mit einem wunderbaren Freitagstextertext zu befreitagstextertextbetexten. Was aber ganz einfach ist: Das Foto braucht eine Bildunterschrift – das kann ein Wort, ein Zweizeiler, ein dreiteiliger Roman oder eine Ballade im 4/4tel-Takt. Alle Kommentare die die hier bis nächsten Dienstag Mitternacht eintreffen werden von mir strengstens beäugt und schon am Mittwoch drauf gebe ich bekannt, wer denn am darauffolgenden Freitag die Freitagstexterorganisation bewerkstelligen darf.
Der Ball ist bei euch – und gebt mir bitte keinen Korb.
Danke!
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Edit, 9:39Jetzt sollte es passen.
Es ist bedrückend.
Ja. Es ist bedrückend, wenn man auf Facebook sieht, was manche Freunde da so teilen.
Man muss Prioritäten setzen. Das gilt ganz besonders für Globendesigner.
Die Erde ist ziemlich groß. Mit ca. 40.000km Umfang ein doch etwas unübersichtlicher Brocken, der da im All herumgondelt. Klar, im Vergleich zu anderen Planeten und sonstigen Himmelskörpern ist unser Heimatplanet nicht mal ein Staubkorn im Wohnzimmer des Lurchs unterm Sofa der Hausstaubmilbe. Aber in Relation zu dem, was man so täglich zu Fuß geht dann doch recht ordentlich. Und wenn man dies mit offenen Augen tut, dann bemerkt man, dass auf dem Erdenrund doch recht viele Buchstaben Platz haben. Am Werbeplakat, auf der Leuchtreklame, als Graffito, Verkehrszeichen oder auch in einen Baumstamm geritzt.
Und doch, wenn man Globendesigner ist, dann wird’s dann doch eng. Dann muss man haushalten mit dem Platz. Besonders dann, wenn der Globus ein Miniglobus ist. Dann geht es sich eben nimmer aus, den Neusiedlersee einzuzeichnen und sogar ihn als solchen textlich auf dem Rund zu markieren. Dann muss man eben schauen, was man denn so auf seinem Werke so unterbringt. Kontinente und Weltmeere sollte man dabei eher keine einsparen. Steppenseen, wie den oben erwähnten, wird man dann wohl oder übel die Erwähnung verweigern müssen, was einem vielleicht den Unmut der dortigen Bevölkerung einbringt. Aber – mal ehrlich: So viele sind jetzt im Einzugsgebiet des Meers der Wiener auch nicht daheim. Aber um die geht es ja nicht, obwohl sie eben jene manchmal als der Nabel der Welt sehen. Die Sache wird, je kleiner der zu gestaltende Globus ist, immer komplizierter. Denn dann fallen nicht nur Neu- und Altsiedlerseen unter den Tisch, auch Kleinstaaten bleiben auf dem einen oder andern Globus unerwähnt. Pech gehabt, Liechtenstein, Ätsch!
Aber es geht auch anders, wie uns dieser Globus zeigt. Hier hat der Designer seine Prioritäten etwas eigenwillig gesetzt und bei der Auswahl der ihm wichtig erscheinenden Staaten und jener, die man halt nicht benamst, eigene Maßstäbe angelegt. Aber seht selbst:

Das erste Mal.
Erste Male sind oft schwer, manche mit Unsicherheit verbunden, andere wieder mit großer Vorfreude. Oft geht’s gut. Vielmals wird’s aber auch zum Desaster. Manche erste Male sind unvergesslich, andere zum Vergessen. Und manchmal ist man hinterher überzeugt, dass das erste Mal zugleich auch das letze Mal gewesen sein soll.
So wird’s mir am 15. Oktober gehen. Am Tag der Nationalratswahl in Österreich. Denn es wird das erste Mal sein, dass ich nicht schon Wochen vor der Wahl weiß, wen ich wählen soll. Und das ärgert mich. Das macht mich fertig. Das wurmt mich. Und macht mich verzweifelt.
Weil ich zweifeln muss. Weil ich verunsichert bin. Weil plötzlich eine Situation da ist, die ich nie haben wollte. Zugegeben, ich hab mir gar nicht vorstellen können, dass es diese Situation überhaupt geben kann. Aber jetzt ist sie eingetreten. Hab ich sie mir eingetreten. Und so werde ich die nächste Zeit dahin humpeln und mit mühsam überlegen müssen, wem ich meine Stimme schenken werde – was heißt „schenken“? – anvertrauen, wem ich meine Stimme anvertrauen werde. Es wird soundso eine Wahl, wie es sie noch nie zuvor in Österreich gegeben hat. Einerseits die Masse der ins Parlament strebenden Fraktionen, Parteien, Liste, Bündnisse und Allianzen. Andererseits ist da eine Stimmung im Lande, die bedenklich stimmt. Zum Teil verständlich. Denn die Unzufriedenheit in der Bevölkerung hat in vielen Bereichen seine Berechtigung. Aber da ist auch die Medienwelt, die Kommunikationswelt, die sich gewandelt hat. Stimmung wird gemacht. Aufgepeitscht. Nicht, dass es das bislang noch nicht gegeben hat. Aber es wird vielschichtiger. Breitenwirksamer. Und jeder kann mitmachen. Ganz einfach. Auf Twitter, Facebook und – auch – in Blogs.
Ich weiß es ja selbst nicht.
Sonnenblumen spüren, wenn was ist. Das ist wahr!
Ja.
Die können das.
Ist doch heute Nacht Glen Campbell von uns gegangen. Und mit ihm die Stimme des Songs „Sunflower“ – ein Song, der auch bei Regen die Sonne im Herzen aufgehen lässt.
Und was muss ich zum frühstücklichen, aus dem Radio klingenden, Song erblicken? Eine meiner Sonnenblumen im Gärtchen hat sich über Nacht hingelegt und wollte nimmer.
Einfach so.
Sonnenblumen, die spüren, wenn was ist.
Das ist wahr.

Die Eier sind durch.

Die einen mögen’s so. Die anderen so. Und andere wieder anders. Man kann’s ja kaum wem Recht machen. Jetzt, wo futschikato auch im Duden steht, muss ich mitteilen, dass es eure Mitmachchancen auch sind.
Drum will ich nicht lange um den heißen Brei herum schreiben und gleich verkünden, dass dieses Mal Shhhhh die große Ehre zuteil wird, die nächste Freitagstexterei auszutragen. Als Indikator für den Sieg war diesmal ein Schluck Kaffee zuständig, der mir nach „Die Holländische Polizei beim Testen der neuen Anti-Terror-Sperre.“ durch die Nase schoss. Also auf zu neuen Bildern und Kommentaren gleich nebenan bei Shhhhh.
Freitagstextereieieieieieieiei

Was das denn hier wieder sein soll? Ich weiß es nicht. Also schon: Eine Freitagstexterei wird das. Eingebrockt hat mir diese der/die/das bee. Der Beitragsüberschrift kann man schon einen kleinen Hinweis auf das zu freitagstexterbetextende Bild entnehmen. Aber das ist jetzt mal zweitrangig. Erstmal geht’s darum, worum es hier geht. Und das ist folgendes: Betrachtende des Bildes, die selbst ein Blog führen, sind eingeladen, das unten stehende Fotodokument mit ein bis mehreren Worten zu zieren, die man auch in einschlägigen Magazinen als Bildunterschrift sehen könnte. Hier hab ich bewußt dem Konjunktiv eine Chance gegeben, weil ich weiß, das ich nicht weiß, welche Magazine es überhaupt gibt und noch weniger, welche von meinen Blogbesuchern konsumiert werden. Also wohlan, Bild betrachten, den Synapsen im Dachgeschoß freien Lauf lassen und einfach einen prämierungswürdigen Kommentar hinterlassen. Bis kommenden Dienstag Mitternacht ist Zeit gegeben und Muse gefragt. Dann mach ich einen Strich drunter, wähle so subjektiv es geht meine Lieblingsbildunterschrift aus und nominiere alsbald, wer nächsten Freitag die Ehre hat, Freitagstexter zu sein und auf seinem Blog die Massenveranstaltung Freitagstexter austragen darf/wird/muss/kann.

Sie ist wieder da.
Und singt aus dem Pfadererliederbuch alte Hadern auswendig.
Mit geschlossenen Augen.
Und inbrünstig.
Sie ist wieder da.
10 Tage ohne die Kleine ist dann doch ein wenig lang.
Und lang ist sie auch geworden.
Sie hat sich verändert.
Schaut ein bissl anders.
Spricht ein bissl anders.
Erzählt mehr als nur „cool“.
Ich mag das.
Auch wenn sie immer weniger die Kleine ist und es immer mehr immer weniger sein wird.
Ja eh – die Zeit läuft.
Und ich mit meinen Flipflops flipfloppe hinterher.
10 Tage.
10 Tage.
Sind nicht viel, meint man.
10 Tage.
Ohne die Kleine.
10 Tage.
Ok, sie ist gut versorgt.
10 Tage.
Mit den Pfadis unterwegs.
10 Tage.
Sie hat sicher Spaß.
10 Tage.
Und zuhaus‘ ist es ruhig.
10 Tage.
Im Zelt.
10 Tage.
Ich seh ihr Lächeln nicht.
10 Tage.
Und höre ihr Grummeln nicht.
10 Tage.
Keine emotionalen Vulkanausbrüche.
10 Tage.
Kein Kuscheln am Abend.
10 Tage.
Kein Fernsehen.
10 Tage.
Kein Elterngemecker.
10 Tage.
Nur Natur, Spaß, Freunde.
10 Tage.
Morgen kommt sie wieder zurück. Eine Nacht noch und dann kann ich die Kleine wieder in den Arm nehmen. Ich freue mich schon wahnsinnig auf sie. Und alles, was sie uns auf die Frage „Wie war’s?“ antworten wird, wird sein:
„Cool!“
10 Tage.
Cool.
