
Wenn der Elektriker das mit dem Stromkreis wirklich ernst nimmt.



Der Schattenschweif vom Wappengreif
am Sandsteinsockel vom Eingangsgockel

Kalorientechnisch ja ein Minusgschäft, geschmacklich auch eher von homöopathischem Impakt, aber in Sachen Freshness voll der Bringer.
Man liest ja überall, dass Nüsse sowas wie „Brainfood“ wären, ein Wundermittel hinsichtlich des Erhalts bzw. sogar für die Steigerung der Gedächtnisleistung. Wer schön brav Nüsse isst, der tut seinem Hirn Gutes, so die Mähr der Ernährungsexperten. Ja. Eh. Nüsse ohne Schale schauen ja auch aus wie ein menschliches Gehirn, also müssten sie auch gut für die Denkleistung sein. Klingt logisch. Aber so simpel ist das nicht. Von wegen. Es verhält sich nämlich ganz gegenteilig.
Der Beweis wohnt in unseren Wäldern, Gärten und Parks.
Die Evolution hat über Jahrmillionen vielfach ein besonderes Zusammenwirken von Tier- und Pflanzenwelt hervorgebracht, welches beiden Seiten dienlich ist. Eine solche Symbiose ist auch zwischen Eichhörnchen und Nussbäumen zu beobachten. Vergleicht man Karten mit der Verbreitung von Nussvorkommen und dem Vorkommen dieser possierlichen Tierchen, dann wird man schon mal hellhörig. Beobachtet man dann auch noch, wie die die Puschel im Herbst eifrig mit den Nüssen unterwegs sind, dann weiß man: Das ist wahre Liebe. Und die Liebe geht sogar so weit, dass Eichhörnchen Nüsse nicht nur eifrig sammeln, sondern auch – zwecks späterer Nutzung – überall bunkern, lagern und vergraben. Weil von dem natürlichen Brainfood kann man nie genug haben.
Nuss, wo keine sein kann.
Nun ist es aber so: wer mit offenen Augen in der Natur unterwegs ist, sei es nun der eigene Garten, der heimische Wald oder ein beliebiger Park, wird diese Beobachtung leicht bestätigen können, dass Nussbäume auch an Stellen aufgehen, an denen sich kein Nussbaum in Fallnähe befindet, sich also eine ungefundene Fallobstnuss quasi nicht selbst fortgepflanzt haben könnte. Und das sind nicht wenige. Unter machen Apfelbaum im Garten geht ein Nussbaum auf, auch im Park an der kleinen Lichtung oder am Waldesrand streckt schon mal ein kleines Nussbaumgewächs in Richtung Sonnenlicht.
Mit Nüssen setzt die Demenz ein.
Grund dafür ist bei den Puschelschänzchen und deren Ernährung zu suchen. Wie schon erwähnt, Eichkätzchen lieben Nüsse, fressen diese unheimlich gerne und lagern diese auch für nahrungsbesorgungstechnisch wenger attraktive Zeiten ein. Aber da beißt sich die Eichkatze in den puscheligen Schwanz. Weil die nämlich soviel Nüsse futtern, vergessen sie, wo sie diese vergraben haben. Und ein Jahr drauf offenbart sich dann das Versteck, indem dann dort ein Nussbäumchen austreibt. Jeder wild aufgegangene Baum ist Wahrzeichen dafür, dass Nüsse Demenz verursachen. Zumindest bei Eichhörnchen. Und wenn ich jetzt drüber nachdenke, wann ich zuletzt einen heißgeliebten Nussstrudel gegessen habe und mir nicht einfällt, wann das war, dann, ja dann, dann fühlt sich meine Theorie ziemlich bestätigt an.
Dass man auf 57er Chevys abfährt, ist weithin bekannt und wird gern inbrünstig besungen. Nicht weniger steil ist dieser 58er Caddy, ein Schlachtschiff der Sonderklasse, mit Flossen sonder Zahl, Chrom an allen Ecken und Kanten und dem Odeur eines fetten Lederpanoramas, das Sonnenmilch, Schweiß und Freiheit nur so nach außen brüllt.
Heute muss man schon selbst eine Tankstelle betreiben, um dem Gefährt genug Sprudel durch die Zylinder laufen lassen zu können, denn diese Heroes der Highyways schlucken immer noch ähnlich viel wie good ol‘ Dean, Franky und Sammy an einem dieser Abende, die sich in Nächte auswuchsen und erst früh morgens endeten.
Man möchte fast glauben, man höre deren leicht eingedieseltes Lachen, wenn die 6 Liter des wahnsinnig überdimensionierten V8 anheben, über die Route 66 zu erzählen.



















Er nervt in all meinen Stücken mich,
weil er so juckt, der Mückenstich.


„Sou groß is mei Puul a wieda ned. Deis bissl Wossa is a scha wuascht. Und as Auto hob i bis hiaz a jedn Saumsta gwoschn. Deis woa scha imma sou. Da Rosn gheat a gspreingt, is jo sou trucka, wal wia schaut da deis aus sist!“
Fünf Flederanten flattern freudig flink firmamentwärts.

Dann bekommen manche schon schreckensgeweitete Augen und schmerzverzerrte Gesichter.
Aber mal von vorne.
Es war nämlich so. Gestern durfte ich im Hianznbräu in Großpetersdorf auf Einladung des Verlags lex liszt 21 gemeinsam mit Michael Hess eine Lesung halten. Der Innenhof war gut besucht, es gab auch frisch gezapftes Bier und das lieraturdurstige Publikum harrte den Geschehnissen. Als Tüpfelchen auf den i war dann auch noch Berti Unger mit dabei, der zwischendurch auf seiner Klampfn Austropop vom Feinsten spielen sollte.
Ehe es losging, checkte ich nochmal die Lage und wurde immer nervöser.

Schließlich ging’s los und Michi eröffnete den Abend mit einer Begrüßung und Vorstellung der Protagonisten. Ich blickte derzweil durchs Publikum und stellte einerseits traurig, aber auch erleichtert fest, dass sich niemand aus Kleinzicken im Publikum befand. Den ersten Lesebeitrag – Auf der Suche nach Großzicken – konnte ich also gefahrlos zum Besten geben. Es ging gut, die kleine Schmähung der Dorfnachbarn kam gut an, die Nervösität sank.
Nun kam eine Ambros-Nummer dran und spülte die Gehörgänge der Zuhörerschaft durch, ehe Michi mit kurzweiligen Texten für Lacher sorgte. Dann war wieder Austropop dran und wieder ich – das Literatur-PingPong war fein in Schwung gekommen.
Es floß Bier und Schweiß und Schweiß und Bier. Und ein wenig bierselig, griff ich dann vor Publikum zur oben erwähnten Axt. Was für Schrecken, Angst und Erstaunen sorgte. Aber eben keine Angst. Es geschah aus illustrativen Gründen. Ging es doch darum, mein zweiteiligen Maniküre- & Pediküre-Set „Rough Rouge“ vorzustellen. Die Begeisterung ließ aber – aus unerfindlichen Gründen – zu wünschen übrig: keine einzige Bestellung! Ich bin immer noch ein wenig enttäuscht, das muss ich ehrlich zugeben.
Dann kam wieder Michi ans Mikro, der Berti klampfte und zum Abschloss nutzte ich nochmals die Gelegenheit, den Kleinzickner:innen mit dem Text Where the Streets have now Names einen weiteren, kleinen Seitenhieb zu verpassen.
Was dann auch der Schlusspunkt der Lesung war. Es gab noch eine handvoll austropopische Takte, viele Gespräche mit den Menschen aus dem Publikum und die Erkenntnis, dass ich wohl für einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesorgt hab: Weil nie zuvor gab es eine Lesung, bei der jemand unter Biereinfluß am Podium ein Hackl gezückt hat.
HR's not boring, you're boring!
Manchmal passieren Dinge, dann wieder nicht. Das Buch: "Früher war ich jünger. 41 Geschichten aus dem Leben eines einfachen Mannes" (Tredition)
Die gnädige Frau wundert sich
Unnützes Musikwissen.
Die einzig normalen Menschen sind die, die man nicht besonders gut kennt.
Manche Menschen halten Nonsens für Unfug. Das ist natürlich Nonsens.
Frau Heming probiert was aus
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