fips, der bröselmaier

„fips“, also eigentlich fabian, war gestern mit seinen eltern bei mir in der wohnung. schwache 11 monate ist er alt, der schlingel. und hat die wohnung auf kindertauglichkeit getestet.
kaktus, grapefruit-bäumchen, türstopper, gießkanne sind gleich mal, weil nicht unbedingt für ihn zum spielen geeignet, als objekt der begierde auserkoren worden und hernach leider eine etage höher auf den tisch gewandert. so. weiter gings zur treppe, immer mit einer dicken brotrinde im mund – eine ähnlichkeit mit pepeye war nicht abzustreiten – und da hat er sich verliebt.
in eine keramikente.
die gute musste in der alten wohnung auf der vitrine ihr dasein fristen, da auf 35,5 m² für die 50cm hohe dame kein platz mehr zu finden war.
jetzt darf sie jeden der die treppe hochsteuert begrüßen.
und hat dem kleinen „fips“ gleich mal die augen verdreht.
da die ente auch nach längerem zuwinken nicht runter kam, beschloss er, den steilen weg nach oben anzutreten.
onkel boomerang übernahm den transfer und schon war das erste date perfekt.
ein perfektes paar.
die ente ist genau so groß, wie der sitzende „fips“ und hatte den kleinen gleich um die flosse gewickelt.
schön, wie der kleine die ente „begreifen“ lernte.
ihm hat scheinbar auch die raue pberfläche seiner freundin gefallen – die mal etwas anderes war, als alles, was sonst in seine nähe kommt.
irgendwie fühl ich mich ganz wohl, wenn der kleine zu besuch ist, wenn ich spüre wie glücklich er ist, wie unbeschwert er unterwegs ist – und ich bin auch ein wenig gerührt.
heut´ morgen hat mich das werk des kleinen bröselmeiers an den gestrigen besuch erinnert. die wohnung war stellenweise mit brotrindenkrümel aller größen übersäht.
ich find, „fips“ passt übrigens wunderbar zu dem kleinen, der wohl die besten eltern hat, die man sich nur vorstellen kann. ob ich ihnen offenbaren soll, dass ich dem kleinen den nickname „fips“ gegeben hab?

fisch?

wasndas
„aufrechte christen“
?
meinte zumindest sch.
m. assozierte „benetton“.
mit „fishbone“ lag n. klar daneben.
nur, …
… was ist es wirklich?
wofür steht es?
für wen oder was ist es das logo?
ich bin mir sicher, dass ich es schon iregndwo mal gesehen hab´.

kollegen erhören

nervös & schlurfend.
gestresst & rasend.
schwach & dürstend.
bestimmt & laut.
wiedereinmal & schleichend.
angenehm & leichtfüssig.
trampelhaft & getrampelt.
beswingt & gelaunt.
die büroküche neben dem büro schwemmt zwar ab und an tratsch und klatsch gedämpfterweise an mein ohr – viel interessanter ist es aber, jedes mal zu er-hören, wer den grad in die küche kommt.

seltsam

während draußen frau holles dunkle wolken tief hängend mir ein lächeln abringen,
sitz ich da, im t-shirt, seh´ dem einsamen raben zu, lade die bilder meiner luxo runter und schalt´ die klimaanlage auf „+/-„ ein.
rauchfangkehrer
seltsam auch, dass mir heute gleich 2 rauchfangkehrer begegnen (ich hab´s dummerweis´ nicht sofort gegnissen und einen güldenen knopf – zur not tut´s auch einer von der levi´s-jeans – in die hand genommen, wird also wieder nix mit meinem glück).
rauchfangkehrer2
seltsam auch, auf welche gedanken manche lokalbesitzer kommen, wenn´s drum geht, einem lokal einen namen zu geben.
promille
seltsam, das mit der gehirnwäsche.
gehirnwsche
seltsam und schön, diese lammfellschuheinlage, gleich vor dem arbeitsamt.
fuss
seltsam, dass man immer dann, wenn projektoren irgendwo in verwendung genommen werden sollen, sofort schattenspielertalente in jedem von uns auftauchen.
self

verratenes geheimniss

wie könnt ihr nur?
ihr magazine und tageszeitungswochenendbeilagen!
meine insel anpreisen!
als wär sie für jeden da.
pfah.
unglaublich.
da blättert man nichtsahnend – und plötzlich:
ein farbfoto + attraktiven werbetext dazu.
hey!
lasst das!
ok, ein mal – das wär ok.
aber 3 mal in einer woche?
nein – so nicht!
das ist meine insel!
verstanden?
da will nur ich hin können/dürfen/mögen.
ich.
da brauch ich keine – ähhh – „touristen“.
das ist mein „geheimtipp“.
mein geheimtipp.
meine insel!
es ist ein gefühl, als ob jemand, dem man sein geheimstes geheimnis anvertraut hat, dieses im werbeblock vor der zib1 der ganzen nation mitteilt. grinsend – im wissen, dass man auch vor der glotze sitzt.