anrufe in anwesenheit

an die meinige hat heut‘ mein
batterietelefon gemacht, als ich am
weg ins büro war. nicht dass es sich
mit ein zwei mal begnügte, nein, in
der linken popotasche meiner 501er
hat sich das ding heute morgen wohl
so einsam gefühlt, dass es gleich !13! –
in worten: dreizehn – anrufe an die
meinige absetzte. und das innerhalb
von nur 7 minuten. um 9uhr27 gab´s
gleich mal ein staccato von 9 versuchen,
die, mal mit und mal ohne +43 vor der
rufnummer, sich durchs gsm-netz schlichen.
in der nächsten minute beließ es es
bei nur einem anruf, der für eine zeitlich
versetzte life-übertragung der u-bahn-fahrt
aus der popsch-perspektive auf der
mobilbox verewigte. drei weitere vergebliche
anrufe folgten noch, ehe die meinige
meinen hintern bimmeln ließ und entnervt
fragte, was den los sei.

para/flyer/noid

drüben beim paraflyer gibt´s regelmäßig ein
interessantes quiz – ebendort „blogspiel“ genannt.
nun, die frage: Warum haben Kellner beim
Weineinschenken die linke Hand auf dem Rücken?

schien mir einer beantwortung würdig.
also schrab ich los und postete ebendiese.
heut morgen, gespannt ob denn meine
antwort eine richtige war, denn ich hab
mich da voll auf meine intuition verlassen,
hab ich wieder beim para – ich bin so frech –
vorbeigeschaut und …
… meine antwort war weg. gelöscht? aber
para würden das doch nicht machen – also
nochmals gepostet.
nun, zeit ist ja schon genug vergangen,
schau mal nach, wie´s der antwort denn
so geht? was soll ich sagen – sie war wieder
weg!
nun, wenn sie beim para so schlecht aufgehoben
ist, will ich sie hier noch mal reinstellen,
ich werd sie sicher nicht löschen.
das ist ein überbleibsel aus vergangenen tagen,
als in den großen herrscherhäusern die kellner
mit sehr bescheidenen lohn ihr dasein fristen
mussten. derart gefrustet, sammelten sie das
übrig gebliebene obst von den großen banketten
und ließen es vergären, destillierteten daraus
einen starken schnaps, der ihnen vergessen half.
naja, nicht jeder war der situation und der stärke
des selbstgebrannten gewachsen und somit
war´s auch nicht verwunderlich, dass so mancher
kellner schon in jungen jahren einen schlaganfall
erlitt. meist war es so, dass die linke körperhälfte
betroffen war, parkinson kam hinzu – man denke
nur zurück in die zukunft, der nicht mehr ganz so
ewig-junge m.j.fox ergings ja ebenso – und der
linke arm konnte nicht mehr kontrolliert bewegt
werden. was sich beim einschenken manchmal
recht ungünstig ausgewirkt hat, der arm schlenkerte
unkontrolliert herum, landete in dekoltees und auch
im schritt der honorigen gäste. man glaubt es kaum,
aber die herrscher zeigten sich da trotz alledem
als sehr kulant der treuen und pflichtbewussten
dienerschaft gegenüber. ein einfacher und effektiver
„trick“ kam zum einsatz, um derart ungereimtheiten
zu verhindern: man trug den kellnern einfach auf,
den linken arm so auf den rücken zu legen, dass
sich dieser nicht selbstständig machen kann –
und des funktionierte. so gut, dass dieser habitus
sich bis heute bei den kellnern erhalten hat.