Kranz fertig.

Uhudler, gekranzt
Der Uhudler macht nicht nur auf der Zunge Freude. Er schmeichelt mit seinem herbstlichen Laub auch dem Auge. Und er hält den Uhudlerschneider im Frühjahr fit, wenn’s drum geht, die geschnittenen Triebe in halbwegs ansehnliche Kränze zu drehen. Die paar Kratzer sind es allemal wert.

10 Gedanken zu “Kranz fertig.

  1. nömix 29. März 2016 / 19:11

    Wofür werden die Kränze gemacht, als Dekoration, Brauchtum o.ä.?

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  2. Lo 29. März 2016 / 20:34

    Und was ist ein Uhudler?
    Das Wort ist mir noch nie untergekommen?

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  3. boomerang 30. März 2016 / 09:30

    Deko. Einfach nur Deko.
    Man kann es aber auch als südburgenländischen Traumfänger interpretieren. Zur Tagnachtgleiche im Frühjahr ist es nämlich in machen versteckten und bisher unentdeckten Tälern des Südburgenlandes Usus, drei mal durch einen, nach der Schneeschmelze, selbst gewundenen Weinrebenkranz zu spucken. Dies soll für Gesundheit, Glück und Wohlstand im kommenden Jahr sorgen. Es geht die Mähr, dass so manchem, dem der Wind bei diesem Brauch ein Schnippchen geschlagen hat, in der Folge eine schwere Erkrankung der Atemwege folgte, die gar bös endete, einem anderen brannten der Stall und die Lagerräume ab, wieder ein anderer verspielte seine Urlaubskassa schon am ersten Tag an der Strandpromenade von Lignano bei dem netten Herren mit den drei Zündholzschachterln. Man sieht also, auch wenn Brauchtum manchmal belächelt wird, ein Funke Wahrheit steckt ja doch in all diesen heidnischen Bräuchen.

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  4. boomerang 30. März 2016 / 09:32

    Ach, der Uhudler. Der Zaubertrank der Südburgenländer. Ein eigenwilliger Wein, der zu polarisieren vermag. Im Duft erinnert er an Walderdbeeren und Brombeeren, gar lieblich anmutend, im Geschmack etwas herber aber doch so, dass er eine Unzahl an Fans hinter sich zu versammeln mag. Leider sehr in der Kritik und verschrieen und auf der Abschussliste der EU. Und sowas, sowas lässt sich ein Südburgenländer nicht gefallen. Prost!

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  5. nömix 31. März 2016 / 09:12

    Angeblich stammt der Name „Uhudler“ aus einer regionalen pannonischen Eingeborenensprache und bedeutet übersetzt: „Getränk, das noch komischer schmeckt als es heißt“.

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  6. boomerang 1. April 2016 / 10:52

    Ich komm ja aus der Gegend und hab den Uhudler quasi mit der Muttermilch aufgesogen und bin da eher der Ansicht, dass der Name aus dem – zur morgentlichen Stunde vorgebrachten – Artikulationsversuch von „Ui, die Flasche ist schon wieder leer.“ abgeleitet ist. Das eine oder andere mal ist auch mir schon selbiges über die Lippen gestolpert, hat man mir zugetragen.

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