Es ist also soweit.

Wir haben eine neue Regierung.
Und sie wird Schwarz/Blau.
Oder Türkis/Blau.
Je nach dem, wie man’s sehen will.
Ich seh’s nicht so rosig.
Aber so ist nun mal Demokratie.
Es ist nun die Aufgabe der Medien, aber auch von uns allen, aufzupassen, dass Österreich Österreich bleiben kann. Und sich nicht zu dem entwickelt, was viele befürchten.
Es heißt nun also:
Augen auf.
Ohren auf.
Mund auf.

Alle.

Alle ist eines der gefährlichsten Wörter, die es gibt.
Alle.
Alle Wörter.
Alle Rechten.
Alle Autofahrer.
Alle Nichtraucher.
Alle Single-Moms.
Alle Mac-User.
Alle Linkshänder.
Alle Kakteenliebhaber.
Alle Blogger.
Alle Twitterer.
Alle Facebook-Verweigerer.
Alle Apfel-Allergiker.
Alle Schweden-Urlauber.
Alle Porno-Schauer.
Alle Wetterfühligen.
Alle Stones-Fans.
Alle Spidermankostüm-Besitzer.
Alle Genderwahn-Mahner.
Alle Fußföhner.
Alle Biertrinker.
Alle Veganer.
Alle Strickpulli-Liebhaber.
Alle Springreiter.
Alle Brokkoli-Verkocher.
Alle Espresso-Schwärmer.
Alle Ellbogen-mit-der-Zunge-berühren-Könner.
Alle 10-Fingertechnik-Virtuosen.
Alle Tischler.
Alle Betrunkenen.
Alle Pasta-mit-Pesto-Verweigerer.
Alle Langschläfer.
Alle Wiederverheirateten.
Alle Polkadots-Blusen-Designer.
Alle, die „Sheesh“ sagen.
Alle, die sich aus allem raushalten.
Alle die.
Und alle anderen.
Alle.
Wirklich alle.
Die alle. Und die, die ich nicht erwähnt habe.
Diese Alle sind Wir.
Wir sind Alle.
Das zu verstehen ist einfach.
Denn wenn wir das nicht verstehen, sind wir bald alle.

Alles wird ärger.

Alles.
Der Job.
Die Welt.
Die Politik.
Die Gesundheit.
Der Chef.
Die Flausen vom Kind.
Der eigene Grant.
Das Übersehen.
Das Übersehen dessen, was schön ist.
Das Übersehen dessen, was schöner wird.
Schau rauf.
Schau rauf und schau.
Schau rauf und schau dir den blauen Himmel an.
Ja.
Ja, er ist da.
Ja, er ist da, hinter den grauen Wolken.