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Samstag
Der beschissenere Montag.
Das Loch im Gürtel, das plötzlich weg war.
Da war es also, das Loch im Gürtel, das plötzlich weg war. Also das Loch, das da hätte sein sollen, aber nicht da war. Hä?
Also es ist so. Die Kurze hat in der Schule von der Fastenzeit gehört. Und dass viele Menschen in der Zeit unter anderem auf etwas verzichten. Eine Freundin von ihr will auf Süßes verzichten. Das war ihr zu hart. Sie meinte von sich aus, sie will auf Fleisch verzichten. Gut. Um der Kurzen moralischen Beistand zu leisten, versprach ich ihr, es ihr gleich zu tun, damit es ihr leichter fiele. Ich, als einer, der im fasten so ungeübt ist, wie im jonglieren mit 9 laufenden Kettensägen und für das ganze Fastentralala bis dato nur ein müdes Lächeln über hatte, ich also, bin zum Kurzzeitvegetarier mutiert. Aus Solidarität. Allerdings, das Fastentralala war der Kurzen nach ein paar Tagen, angesichts eines Leberkäsesemmerls aber sowas von Wurscht, dass mir der Erfolg, 7 Tage ohne Fleisch überlebt zu haben, einfach nicht schmecken wollte. Ich hatte aber Hunger nach mehr. Anfangen. Zu Ende bringen. Einsam geht’s jetzt voran. Ich hab‘ mittlerweile einem wunderbaren duftenden Sonntagsschweinsbraten widerstanden, ohne durchzudrehen, mehrere Tafeln Schokolade als Fleischersatz vertilgt und da sagt mir mein Gürtel heute morgen: „Hey, entweder ist mir ein Loch zugewachsen, oder du ziehst den Bauch ein.“
2013
Schön, dass du da bist.
Zurück geblieben.
Heute in der U-Bahnstation.
Vor dem Lift warten 10 Menschen.
Der Lift kommt.
9 steigen ein.
Für den im Rollstuhl ist leider kein Platz.
Raucherelternkinder
Kaum ist die lange Kurze von den Nachbarn bei uns,
weiß man, dass ihre Eltern Raucher sind.
Das Kind bekommt das nicht mit. Und ist trotzdem
mit einem Odeur von kaltem Rauch unterwegs.
Es ist unglaublich, wie rücksichtslos manche Eltern
den eigenen Kindern gegenüber sind.
PXL
Der Partyschreck.

Mein Taschenmesser. Mein ständiger Begleiter. Mein Mitmirdurchdickunddünngeher.
Und das seit vielen, vielen Jahren.
Jahrzehnten.
Ja.
Mein Messer.
Es ist heut zum Partyschreck mutiert.
Ehe noch die „Party“ losging, war sie schon wieder im Begriff, zu Ende zu sein.
Zack.
Ein schnödes, unspektakuläres, weiches Zack.
Und das war’s.
Das soll’s gewesen sein?



