spurwechsel

schneefall pur – kaum am stephansplatz angekommen,
ist der platz wundervoll weiß. das lächeln des älteren
pärchens, das das mäandernde und sich in sich selbt
verschlängelnde spurpaar mit freude folgt und schließlich
entdeckt, dass sie selbst von ebenjener eingekreist
werden, das macht ebenso freude, wie die graupeligen
schneeflocken – widerspruch in sich, ich weiß – die
einem ins gesicht schlagen und der kleinen die augenbrauen
in die höhe ziehen.

antipfeifspritze.

wenn man wie sylverster stallone mit gelähmter
linken gesichtshälfte vom zahnarzt kommt und
trotz der zuvor erlebten dramen ein lustiges
liedchen auf den lippen haben möchte, kann
sich selbiges vorhaben wieder abschminken.
pfeifen passt wohl nicht zu so einer situation.
auch nicht wenn man’s trotzdem will.