Aller Zeiten Ende.

Wünsch ich mir. Ehrlich. Keine Panik, ich bin jetzt nicht in emotional sensibler Verfassung, nein. Es geht um ganz was anderes.
„Das schnellste Tor aller Zeiten.“ meint heute der Kurier über den gestrigen Start der Salzburger Fußball-Bullen in die aktuelle Fußball-Bundesliga (für mich immer noch die 1.Division, die ihren Titel ja an die ehemalige 2.Division abtreten musste, um den selben Namen für die höchste nationale Spielklasse zu haben, wie er in Deutschland zum Einsatz kommt.)
Respekt, so ein frühes Tor ist schon etwas besonderes. Aber woher will den der Journalist des Kuriers wissen dass in Zukunft kein noch schnelleres Tor in der „Buli“ fallen wird?
Sensationen, Superlative, schneller, höher, weiter, größer, dicker, breiter, kleiner, schöner, älter, länger, wärmer, kälter usw. sind wohl der Journalisten und Werber liebste Spielzeuge.
Ungeniert wird einfach der Zukunft vorweggenommen, was nun nicht mehr übertroffen und unterboten werden darf. Und die Vergangenheit wird nicht allzu oft nicht minder beleidigt. Beim heißesten Sommer und kältesten Winter – gern auch umgekehrt – „aller Zeiten“, wie die letzjährigen uns gern als solche verkauft wurden, werden wohl von so manchem vergangenen Sommer und Winter nur lau belächelt.
Wie gern „aller Zeiten“ zum Einsatz kommt, ermitteln einem die Gugels – die schnellste Suchmaschine „aller Zeiten“. Von der „erfolgreichsten Pressekonferenz aller Zeiten“ bis hin zu den „schönsten Schlager aller Zeiten“ – die wiederum schon, man beachte, in der 10. Auflage erscheinen, sich also selbst immer wieder übertreffen -, da kommt ein „größter Fonds aller Zeiten“ daher und irgendwo zischt einer als „jüngster Punktefahrer aller Zeiten“ durchs Ziel.
Und über das schießen sie recht gern, die besten Journalisten und Werber aller Zeiten. Die Floskel „aller Zeiten“ – wohl der größe Schwachsinn aller Zeiten.

kollaborative knipserei.

grad drüben bei antville und blogger sind in den letzten
jahren viele gute fotoblogs entstanden, die gemeinschaftlich
befüllt werden – ganz egal mit welcher digicam oder auch
analogen man am werke ist, was gefällt kommt rein und
wird veröffentlicht, bestaunt, kritisiert, gelobt und diskutiert.
die urmutter der fotoblogs in dem bereich war alo – leider
nimmer aktiv, aber alo war ein hort kreativer knipser, spinner
und leuten, die dran spaß hatten, immer und überall mit
einer cheap-cam bewaffnet stets den finger am auslöser
zu haben – die so entstandene instant-knipserei war
täglicher internet-konsum und sprungbrett für kontakte,
initierte diskussionen und zeigte, wie einfach internet
eigentlich funktioniert.
die folgende liste ist sicher nicht vollständig – aber für jedes
fotoblog gilt: mitmachen!
lego.
gräber.
food.
rost.
interieur.
blumen.
tiere.
städte.
wolken.
domino.
panoramas.
streetart.
kritzeleien.
schwarzweiß.
details.
autos.
hui, zwei nicht unwichtige hab ich vergessen. sorry.
schilder.
kaugummiautomaten.
und noch eines vergessen:
gesichter.
na klar, der nachfolger des altehrwürdigen alo darf
hier natürlich nicht fehlen, absolut nicht:
lomo
falls jemand noch eines einfällt, bitte ergänzen.
.
ganz frisch im netz:überwachung
überwachungskameras und dinger rund ums
thema überwachungsstaat. ich denk, das ding
wird sehr bald sehr voll.
.
und wieder was neues. diesmal ist der gute
gerstensaft, das flüssigbrot, das trinksemmerl –
das bier gegenstand der knipserei.
und zwar hier: bierknipsereien.
.
fahrbare untersätze sind je gern thema kollaborativer
knipsereien, aber denk da auch wer an die drahteseln?
ja.
die fahrradknipsdreunde.
.
garten gibt es sonder arten.
sogar in geknipster form.
.
satelitenbilder mit interessantem inhalt. selbigst geknipstes ist das zwar nicht, aber
einer muss ja da oben auch auf den auslöser
gedrückt haben, oder?
.
Die Elemente sind hier das Thema.
Noch jung, aber das wird noch.
Bestimmt.
.
Sie sprießen wie Schwammerl aus den Böden der Gemeinden:
die Kreisverkehre.
Hmm, pluralisiert man das richtig so? Egal, anschaun kann man
sich die da dort im obigen Link.
.
Keck am Heck.
Zeig mir dein Heck und ich sage dir wer du bist. Oder so. Jedenfalls
geht’s hier um großartige Heckscheibenkunst.

oh schneck!

oh schneck!
da drüben sammelt wer
gar hübsch getier, das
sich ringelt und kringelt
und sich ab und zu auch
mal verschneckt.
schneck.
ich mag sie auch, diese
majästhetischen viecherl,
die in ihrer beruhigenden
behäbigkeit den tag tag
sein lassen und uns menschen
wohl nur als tgv, die durch
die landschaft fetzt, wahrnehmen.
ihrer ist die zeit – was will
man eigentlich mehr?

aus heiterem himmel …

… flog mir heut der „schopfkissen“ zu.
hübsches wort, wer will, kann sogar
einen schüttelreim draus zusammenstoppeln.
man kann´s´aber auch bleiben lassen.
ich hab´s nicht und gleich unvermittelt
in eine plauderei einfließen lassen.
ich hab mich über mich dann doch
ein wenig gewundert.
der kollege aber nicht.
gibt mir irgendwie zu denken.