Immer im Herbst kuschle ich mich gern in Melancholie gewordene Musik, die zwar nicht die Stimmung hebt, aber einen spüren lässt. Die obige Nummer macht da ganz schön mit, schuhlöffelt mich in eine Mood aus Modrigkeit und Bräsigkeit, aber keine von der schlimmen Sorte, nein, eine von der gemütlichen. Grad eben hab ich mich wieder in den – darf man das schon so sagen? – Hadern verhört und nach Coverversionen gesucht, deren Will Oldham auch schon ein kleines Händchen voll gemacht hat. Und da blieb ich beim Nino aus Wien hängen. Eine saubere Studioversion erst, aber die räudige, versiffte, übermüdete, angegammelte, ranzige und räudige Interpretation live als Zugabe, die hat mich dann noch mehr gepackt. Einfach schön zu hören:
Mühsam.
Wenn Zeit zu Honig wird.
Aber nicht süß schmeckt.
Sondern muffig, modrig, adstringierend.
Mit sechs Espressi intus geht’s ziemlich rund.
Glück und Pech sind ja eigentlich Zwillinge.
Nur halt mit anderen Aszendenten.
Man kann gar nicht so viele Köpfe haben, wie man schütteln möchte.
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Der Drang nach Sturm.

Ein Satz – zwei Bedeutungen.
Herbst ist es. Endlich. Da verspürt man schon mal gern den Drang nach dem einen oder anderen Glaserl frischen Sturm, dem herrlichen, zart prickelnden Getränk, nicht mehr Saft, aber auch noch nicht Wein. Doch der Sturm, kaum getrunken, drängt alsbald und es kommt stürmisch ein gewisser Drang. Und da sind wir schon bei der zweiten – sehr dringlichen – Bedeutung von:
Der Drang nach Sturm.
Wem fliegen die Angel of Varazdin zu?

Unlängst flatterte ein Engel hier in die Freitagstexterriege rein und gebar engelhaft Regenbögen. Oder so. Jedenfalls hat die gute Liuea diesen Freitagstexter mit einer herzerwärmenden Wortspende beschenkt und somit gewonnen. Drum geht’s am Freitag bei ihr weiter.
Ach ja, hier ist der siegreiche Freitagstextertext:

Freitags geht die Geschichte weiter.
Und zwar immer. Auch wenn wir alle längst nimmer Teil der Geschichte sind. Und sogar dann, wenn’s gar keine Freitage mehr gibt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Weil aber noch jede Menge Freitage anstehen, gibt’s auch an diesem heutigen Freitag ein Freitags-Texter-Bild. Denn die werte Lakritze hat mir den Freitagstexter-Pokal in die Hand gedrückt, welche ich hier gern und stolz für ein paar Tage in die Auslage stelle.
Aber damit’s weiter geht, braucht’s kreative, lustige, traurige oder sonst welche Kommentare, die diesem Bild als Bildunterschrift dienen.

Und zwar bis kommenden Dienstag um Mitternacht. Dann ist nämlich Einsendeschluss und ich küre – dem Freitagstexterreglement entsprechend – die oder den Sieger, der auf ihrem oder seinem Blog am folgenden Freitag ein Bild zur Befreitagstextung einstellen muss. Damit’s nämlich wieder weiter geht.
Also schaut, schreibt, gewinnt!
Ich muss mal.
Nämlich wieder.
Zu meinem Lakritz-Dealer.
Der Erde ist das Klima egal.
Die sitzt das aus. Und uns Menschen sowieso. Wir sind nur eine lästige Gelse, die kurz mal lästig ist. Entweder fliegen wir von selbst davon. Oder sie macht’s kurz und schmerzlos.
Patsch!