also des morgens ist´s immer schwer,
sich von daheim loszureissen – die kleine
wuselt zu schön im garten rum, was die
eine oder andere sonnenblume schon zu

spüren bekommen hat, aber what shalls.
die einsame himbeere wächst vor sich hin
und bemüht sich, ein wenig farbe zu bekommen –
ich würd ihr raten sich zu sputen,

denn die wenigen erdbeeren gehen heuer alle
ins munderl der kleinen juli. vielleicht kann ich
ihr ja die himbeere vorenthal…. ich seh schon,
wie sie die wunderschön ausgewachsene und
prächtig gefärbte beere genüsslich runterschlingt.
dafür gedeiht der uhu prächtig und wird
heuer eine kleine kostprobe geben.

und damit ihm nix passiert, hält er sich schön fest,
denn kleine juli-hände können ganz schön fest an
den blättern ziehen, mhmmm.





ups, ein griff ins leere?

ganz schön grün hier das ganze. drum, zum
augenausgleich ein kleiner farbkleckserl von der
buigaunvidingsbums, die immer recht fleisig blüten
produziert und diese noch schneller verwelken lässt.

wie ich die überwintere weiß ich noch nicht, schade
wärs schon drum, auch wenn sie ein wenig arbeit
macht, die gute.
„schaun wir mal da rein.“
wenn wir drei spazieren gehen, dann läuft das meistens ohne
plan und ziel ab. quasi nach dem motto „lerne deine umgebung kennen.“
unbekannte straßen, gässchen und wege werden eingeschlagen, einfach
nur, weil die halt grad da sind und mich locken.
so wie gestern. nachdem wir beim mittelalterfest im lainzer tiergarten waren
und uns unter dem schützenden laubdach vor dem kleinen regenguss mit
herrlichem apfelstrudel gelabt haben – die juli hat ihn ebenfalls als großartig
bewertet -, sind wir dann, des drohenden donners wegeb die flucht heimwärts
angetreten und – okok, ich bin schuld – ich hab den bus bus sein lassen und
meine mädels zum fußmarsch überredet, der juli wars wurscht und die
meinige hat ebenfalls zugestimmt.
fad eigentlich, wenn man den „breiten weg“ heimwärts schon kennt,
da ist dann ein kleines wegerl durch einen hübschen angrenzenden wald
eine willkommene abwechslung. das gerumpel über die wurzeln hat der
kleinen so gefallen, dass sie sich bald in den schlaf gebrummelt hat und wir
dann immer mehr den „abzweiger“ als solchen in frage stellten. nur, jetzt
auf halben, viertel oder gar siebenachtel weg umzudrehen, das kommt nicht
in frage – „never go thes same way back.“ schlaumeiere ich stolz und das
wegerl wird immer mountainbikestreckenhafter, die wurzeln größer und
die steigungen steiler. schwitzend und schnaufend gehts dahin, die juli
schläft sensationellerweise in dem gerumpel und ich bin mit meiner
euphorie alleine – der vatertag schützt mich in jenen augenblicken vor
gröbern ungemach von seiten der meinigen.
und dann lichtet sich der wald.
genau da.
wunderschön.

über wien zucken die blitze, der himmel ist wunderschön schwarz,
der horizont von einem dicken unwetter verdeckt. herrlich. die sonne meints
gnädig und schiebt einen zarten wolkenvorhang vor und gibt uns die chance
zum kurzpicknick. leider leider, die juli hats verschlafen. drum hab ich gleich
die chance genutzt, und hab die dortige rutsche ausprobiert.

schwupp.
nach uns ist ein zivi eufgetaucht, der wohl den selben weg eingeschlagen
und einen mann im rollstuhl über wurzeln durch den wald geschoben hat.
respekt, respekt. den beiden war die anstrengung anzusehen – aber der ausblick
hat ihre mühen wohl entschädigt.
tja, schön schön, aber wo sind wir eigentlich? google-maps hab ich ja nicht in
der hosentasche, also los und der stadt entgegen.
ein langes weilchen später sind wir wieder orientiert und hatschen, weils eh schon
wurscht ist, den restlichen weg auch noch heim. die glühenden sohlen wurden dann
kurz vor zuhaus noch im bierlokal mit einem radler von innen gekühl und die juli ist
im schatten der kastanien munter geworden, hat herumgeschaut und sich wohl gedacht:
„die faulen alten, sitzen schon wieder rum und schrauben sich allerlei köstlichkeiten rein.“
das erdnusserl
so ein regenschirm.
das wär jetzt was.
manchmal fragt man sich.
photodingens
während zooomr mit seiner
version 3 noch am herumkränkeln ist, hab ich
meinen alten flickr-account wieder aktiviert,
und hab auch noch ein nettes tool entdeckt,
dass allen nicht-pro-account-inhabern es ermöglicht,
all seine flickr-bilderchens anzusehen – da ja nur
die 200 aktuellsten quasi frei zugänglich sind, ha.
mit folgenden trick lässt sich das leicht umgehen:
http://www.flickrleech.net/user/username
bei mir sieht´s beispielsweise dann wie folgt aus:
boomerangs flickr-photokiste
neulich vor der linse
spielte sich folgende massengeburt ab.

psssst, die kleinen marienkäfereier sind noch da.
der engländer sagt übrigens „ladybird“ zu den
lieaben käferchens, wie ich finde, ein noch viel
schönerer name als marienkäfer, der schon auch
ein wenig sakrales im kopf implementiert – ob
das im sinne des namengebers war, wahrscheinlich
hat´s töchterchen einen auf der nase sitzen gehabt
und das mäderl hat halt grad den namen seinerzeit
als den ihrigen betrachtet. gottseidank ist die unsägliche
tschenniffer-flut ein wenig später ausgebrochen. wäre
nicht auszudenken, nein. ich will´s mir nicht vorstellen.
auch nicht unhübsch ist die rote schnecke da,

die sich gerne fahrräder schnappt und am umfallen
hindert. lobenswert, sehr lobenswert. mit meiner
alten luxo hab ich auch mal ein ähnliches bild geknipst,
aber – sorry meine diva – ich werd jetzt wirklich mal dein
usb-kabel suchen, dass ich dich wieder aktivieren kann –
irgendwie kommts dann in etwas feinerer auflösung doch
besser rüber, denken sich meine beiden optischen rezeptoren.
übrigens – rezeptionistin – sie kennen das wort und wissen
um die existens der netten vorzimmerdamen die eben in
österreich mit dem titel rezeptionistin bedacht werden.
word untersteichts mir rot. gutgläubig klickt man auf die
auto-korrektur und schwupps wird sie zu einer – schöne
wortschöpfung – rezeptzionistin. was auch immer diese
religiöse splittergruppe für eigenheiten haben wollen.
fuuuuuuuuußgetrampel nochmal für meine kleine juli.

der erste geburtstag wurde heftig gefeiert, 5 windelträgerinnen
und ein windelträger haben zuhause eine sause gemacht und
nix ist kaputt geworden. respekt. aber es kommt ja die nächste
geburtstagsfeier – und da werd ich wohl anderes zu berichten
haben. jedenfalls beim herumgebrösel haben sich die kleinen
nicht lumpen lassen. blätterteig ist dann doch nicht so unbedingt
das optimale, obgleich die meinige wieder köstliches draus
gezaubert hat. auch das bisquit-torterl ist mehr am boden als
in den mägen der kids gelandet, aber andererseits, die honore
staubsaugerbeutelindustrie muss ja auch von was leben. eben.

abzweiger. mehr fällt mir im ersten moment dazu auch nicht ein.
da hat sich das eine asterl wohl die mühe erspart selbst zum ast
zu werden und hat seinen vorwachser wohl gebeten, mitmachen
zu dürfen, der nicht weiter fad, willigte ein und jetzt ist der bald
reife früchte tragende vogelkirschbaum mit dem hübschen gewächs
geziert. am sonntag werd ich ihm wieder einen besuch abstatten,
ich seh mich schon kernspucken. und die juli wird auch mitnaschen.
wenn sie nicht grade den spaziergang verschläft.
father and daughter.
unlängst hab ich sie wieder gesehen.
die beiden.
sie, so circa 4 jahre alt, und ihren vater.
ich bekomm jedes mal gänsehaut, wenn
ich die beiden seh. sie lässt sich nämlich
von ihrem vater in den kindergarten bringen.
und das dauert.
weil er leider – wie soll ich´s ohne an die
grenzen der political correctnes zu stossen –
verkrüppelte beine hat. und trotzdem, schritt
für schritt kämpft er sich samt seinen krücken
vor, während die kleine schon an der tür auf ihn
wartet, die türe öffnet und sich von ihm rauf
zum kindergarten bringen zu lassen.
beide sind bewundernswert.
er, für seinen willen und einsatz der kleinen gegenüber.
sie, für die seine behinderung das selbstverständlichste
auf der welt ist und trotz des wartens nie ungeduldig ist.
ein jahr.
ein jahr weniger schlaf.
ein jahr mehr freude.
ein jahr jeden tag was neues.
ein jahr tag für tag windelwechselchachacha.
ein jahr mit einem smile munter werden.
ein jahr mit fadem aug munter werden.
ein jahr an der brust.
ein jahr wenig haar.
ein jahr sonnenschein.
ein jahr orkan am parkett.
ein jahr augenaufschlag.
ein jahr ohrenbetäubung.
ein jahr juli.
ich freu mich schon aufs nächste.
also wirklich!
ich mach da sicher nicht mit.
wie die da wieder auf mich kommen, die gugels?

