kaum ist die/der kleine geschlüpft,
sind schon kameras aufs kleine
plüschknäuel gerichtet und die
zoofans drehen halb durch.

„a star is born“ denken sich
wohl die zoo-verantwortlichen
und überhören hoffentlich wegen
dem kassageklingel nicht das
gequiecke und gequacke des
kleinen bambusvertilgers.
die wenige tage alte giraffe,
die stattliche 1,90 in den baby-pass
eingetragen hat, die kann sich
derweil schon – wenn auch ein
bissl schüchtern – aus dem gehege
wagen, der schönbrunn-knut
lässt noch auf sich warten und
bei den schildkröten munkelt
man, dass die gepanzerten auch
was im schilde führen.
hab ich schon erwähnt, …
das schlechte gewissen.
die im arm eingeschlafene juli
in ihr bettchen zu legen.
tag für tag.
platter, schäuble usw.
angst macht angst vor den ängstigen.
„Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik
bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu
bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische
Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt.
… das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht
werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“
– Hermann Göring
Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger
Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die
Hauptkriegsverbrecher. S. 270. Aus dem Amerikanischen übertragen von
Margaret Carroux – Fischer: Frankfurt a.M., 1962. – 455 S.
eigentlich via <pappnase>
es fangt genau so an.
ich will da jetzt nicht überempfindlich sein,
aber wenn ich das interview so les`,
und es ist keines mit einem orangen oder
blauen rechtsausleger, sondern der
generalsekretär einer regierungspartei,
mit den bildern und parolen der gestrigen
anti-moscheen-demo im hinterkopf,
dann muss steigt in mir dies liedchen auf.
neue wiener linien linie.
seit wenigen tagen ist bei den wiener linien
ein neuer, frischer, ja sogar service-orientierter
wind zu spüren.
in den u-bahn-zügen gibts neuerdings von einem
kind gesprochene durchsagen, die den fahrgast
bitten, die zeitung bitte mitzunehmen und nicht
am platz liegen zu lassen – was vielleicht künftig
der eine oder andere beherzigt, denn ab und zu
war der eine oder andere u-bahn-zug ein fahrender
altpapier-container.
im anschluss an die stations-ansagen kommt jetzt
noch ein hinweis, auf welcher wagenseite der ausstieg
in der nächsten station sei – was den sehbehinderten
fahrgästen sicher hilfreich sein kann.
und noch was gibts an neuem – die ach so hübschen,
persiflierten und oft fotografierten sticker über den
sitzplätzen, die für ältere personen, menschen mit
körperlicher behinderung, blinde und werdende
mütter reserviert sind, haben ein schwesterchen
bekommen, auf dem die abgebildeten personen
in vertauschten rollen auftauchen – scheinbar aus
übertriebener politic-correctness geboren.

also ich finds verzichtbar.
xing, panini und briefmarken.
anke meint: „Xing-Kontakte sammeln = Panini 2.0“
seh ich eher nicht so.
xing-kontake sammeln = briefmarken sammeln 2.0.
man wird sie kaum benutzen, aber kann kräftig damit angeben.
vertastet.
den zu leise witz erzählenden kollegen
im nachbarbüro mittels tasten am laptop
vergeblich lauter drehen wollen.
frühaufstehkaffee
wecker rappelt.
abdrücken.
busserl verteilen.
raus aus den federn.
rasch duschen.
leise föhnen.
in schale werfen.
kaffeemaschine öffnen.
filter suchen.
filter platzieren.
wasser einfüllen.
kanne drunter stellen.
knopf drücken.
zeitung holen.
aufdecken:
butter und marmelade.
häfel und teller.
löffel und messer.
mädels begrüßen.
gefiltertes heißwasser wegleeren.
milch trinken.
marmeladetoast essen.
verabschiedungsbusserln.
vater werden ist nicht schwer, …
… vater werden, dagegen sehr.
ach der arme, zu den troubles mit dem meinl-fünfer
musste er noch in den vateraufwachraum.
ich bin ja auch knapp dran vorbeigeschrammt.
