die glocken fliegen nach rom.

am gründonnerstag am abend war immer die zeit,
in der die kirchenglocken das letzte mal geläutet
wurden und ihre reise nach rom antraten. als ich
ein kleiner bub war, hab ich, als mir meine mama
gesagt hat: „hörst die glocken, die fliegen jetzt nach
rom.“, fast mal geglaubt, eine am himmel fliegen zu
sehen.
und am nächsten morgen, um 6 uhr, bimmelten nicht
die kirchenglocken, sondern die „ratscher-buam“ waren
unterwegs und ratschten zum morgengebet. ein oder
zwei jahre später war ich auch mit einer, mir fast zu
großen und zu schweren, ratsche unterwegs.
karfreitag um 6 uhr, zu mittag, um 3 uhr nachmittags,
am abend um 6 uhr und zur zur bußandacht, karsamstag
um 6 uhr morgens, 12 uhr, am abend wieder um 6 uhr.
am ostersonntag war dann beim auferstehungsgottesdienst
wieder die volle glockenarmada in der kirche und wir
haben schon unsre ostereier gezählt, die wir am
karsamstag nachmittag fürs ratschen bekommen haben.
irgendwie war das eine schöne zeit, in wien bekommt
man leider davon nichts mit, obwohl … ich hab vorhin
wieder raufgeschaut, ob ich nicht vielleich doch eine glocke…

gemächlich.

blatt für blatt.
rückt er´s raus.
der öde drucker.
das dokument.
aus dem powerpoint.
mit vielen bildern.
und wenig text.
und das dauert.
und dauert.
und hält auf.
und wird noch dauern.
weil powerpoint.
und groooße bilder.
in kleiner größe.
von wegen runterskalieren.
am bildschirm gehts ja auch.
wie das motiviert.
für die nächsten stunden.
ist jetzt für arbeit gesorgt.
und noch ein blatt.
entweder ist jetzt das papier aus oder der drucker fertig, ich geh mich jetzt überraschen.

„gü, gü, gü“ und „ti-tü, ti-tü“

nein, ich hab keinen vogel, ich hab mehrere.
vogellaute natürlich.
im heutigen kurier gibt´s einen artikel über die gefiederten
frühlingsboten und wie´s klingt, wenn einer von denen singt.
natürlich ist es schwierig, tierlaute in buchstaben zu zwängen,
aber es hat mich doch auch ein wenig erheitert, dass der gute
grünfink an einem schönen „gü, gü, gü“ zu erkennen sein soll.
die amsel hat sogar einen größeren wortschatz und lässt wahlweise
ein „zieh-zieh“ oder etwas komplexeres „kix-kix-kix“ erschallen.
die lieben spatzen , in deutschland besser bekannt als sperlinge,
die sind am lieblichen „tschilp-tschilp“ zu erkennen.
enttäuschend fast ist die singdrossel . mit dem namen erwartet
man sich schon ein wenig mehr als ein wortkarges „ziep“, oder?
die meisen aber, die sind eine wohltat fürs ohr, zwitschern sie
doch ein blumiges „ti-tü, ti-tü“ oder ein freudiges „zibäh, zibäh“
in den frühling hinaus.