ach.
planschenderweise.
ach.

stattdessen.
büroherumgeschitze.
stattdessen.
Monat: Juni 2007
gartenzwerge sind out.
all equal.
fressnarkose
während andere komasaufen zum neuen unwort des jahres
hochschreiben, will ich mich lieber den lukullischen genüssen
widmen. und bin hernach ebenso fertig. angenehm fertig.
mittagsschlaferlfertig.
leberknödelsuppe, ein fesches kümmelbraterl mit einer herzhaft
knackigen kruste, dazu ein herrliches kraut, dem man
herausschmeckt, dass es im holzbottich gereift ist – wunderbar.
der obligatorische besuch des kochs im gastraum gibt dem
ganzen fast was zelebriöses, wie er von tisch zu tisch schreitet
und um sich um das wohl der gäste kümmert und angesichts
der völligst gesättigten gäste verschmitzt lächelnd nachfragt,
ob man denn auch satt sei. oh ja. angesichts seiner erscheinung
die von höchster geographischer ausdehnung bestimmt ist,
sei ihm die frage verziehen.
der retourweg vom reznicek ins büro ist dann doch ob der
deftigkeit der mahlzeit ein wenig so, als ob man durch
bauchnabeltiefes wasser gehen würde.
frye fahrt.
so wird die längst u-bahn-fahrt zu kurz.
loslassen und festhalten.
also des morgens ist´s immer schwer,
sich von daheim loszureissen – die kleine
wuselt zu schön im garten rum, was die
eine oder andere sonnenblume schon zu

spüren bekommen hat, aber what shalls.
die einsame himbeere wächst vor sich hin
und bemüht sich, ein wenig farbe zu bekommen –
ich würd ihr raten sich zu sputen,

denn die wenigen erdbeeren gehen heuer alle
ins munderl der kleinen juli. vielleicht kann ich
ihr ja die himbeere vorenthal…. ich seh schon,
wie sie die wunderschön ausgewachsene und
prächtig gefärbte beere genüsslich runterschlingt.
dafür gedeiht der uhu prächtig und wird
heuer eine kleine kostprobe geben.

und damit ihm nix passiert, hält er sich schön fest,
denn kleine juli-hände können ganz schön fest an
den blättern ziehen, mhmmm.





ups, ein griff ins leere?

ganz schön grün hier das ganze. drum, zum
augenausgleich ein kleiner farbkleckserl von der
buigaunvidingsbums, die immer recht fleisig blüten
produziert und diese noch schneller verwelken lässt.

wie ich die überwintere weiß ich noch nicht, schade
wärs schon drum, auch wenn sie ein wenig arbeit
macht, die gute.
„schaun wir mal da rein.“
wenn wir drei spazieren gehen, dann läuft das meistens ohne
plan und ziel ab. quasi nach dem motto „lerne deine umgebung kennen.“
unbekannte straßen, gässchen und wege werden eingeschlagen, einfach
nur, weil die halt grad da sind und mich locken.
so wie gestern. nachdem wir beim mittelalterfest im lainzer tiergarten waren
und uns unter dem schützenden laubdach vor dem kleinen regenguss mit
herrlichem apfelstrudel gelabt haben – die juli hat ihn ebenfalls als großartig
bewertet -, sind wir dann, des drohenden donners wegeb die flucht heimwärts
angetreten und – okok, ich bin schuld – ich hab den bus bus sein lassen und
meine mädels zum fußmarsch überredet, der juli wars wurscht und die
meinige hat ebenfalls zugestimmt.
fad eigentlich, wenn man den „breiten weg“ heimwärts schon kennt,
da ist dann ein kleines wegerl durch einen hübschen angrenzenden wald
eine willkommene abwechslung. das gerumpel über die wurzeln hat der
kleinen so gefallen, dass sie sich bald in den schlaf gebrummelt hat und wir
dann immer mehr den „abzweiger“ als solchen in frage stellten. nur, jetzt
auf halben, viertel oder gar siebenachtel weg umzudrehen, das kommt nicht
in frage – „never go thes same way back.“ schlaumeiere ich stolz und das
wegerl wird immer mountainbikestreckenhafter, die wurzeln größer und
die steigungen steiler. schwitzend und schnaufend gehts dahin, die juli
schläft sensationellerweise in dem gerumpel und ich bin mit meiner
euphorie alleine – der vatertag schützt mich in jenen augenblicken vor
gröbern ungemach von seiten der meinigen.
und dann lichtet sich der wald.
genau da.
wunderschön.

über wien zucken die blitze, der himmel ist wunderschön schwarz,
der horizont von einem dicken unwetter verdeckt. herrlich. die sonne meints
gnädig und schiebt einen zarten wolkenvorhang vor und gibt uns die chance
zum kurzpicknick. leider leider, die juli hats verschlafen. drum hab ich gleich
die chance genutzt, und hab die dortige rutsche ausprobiert.

schwupp.
nach uns ist ein zivi eufgetaucht, der wohl den selben weg eingeschlagen
und einen mann im rollstuhl über wurzeln durch den wald geschoben hat.
respekt, respekt. den beiden war die anstrengung anzusehen – aber der ausblick
hat ihre mühen wohl entschädigt.
tja, schön schön, aber wo sind wir eigentlich? google-maps hab ich ja nicht in
der hosentasche, also los und der stadt entgegen.
ein langes weilchen später sind wir wieder orientiert und hatschen, weils eh schon
wurscht ist, den restlichen weg auch noch heim. die glühenden sohlen wurden dann
kurz vor zuhaus noch im bierlokal mit einem radler von innen gekühl und die juli ist
im schatten der kastanien munter geworden, hat herumgeschaut und sich wohl gedacht:
„die faulen alten, sitzen schon wieder rum und schrauben sich allerlei köstlichkeiten rein.“
das erdnusserl
so ein regenschirm.
das wär jetzt was.



