Tag der offenen Häusltür.

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So hab ich’s benamst, seinerzeit, das Foto, das ich heute ins Freitagstexter-Rennen werfe.

Tag der offenen Häusltür

Aber jetzt seid ihr dran. Worum geht’s? Freitagstexter – das ist ein nettes Spielchen für Bloggende, welches auf einfachen Regeln beruht. Einer wirft auf seinem Blog ein Bild in die Runde, das frisch betitelt werden soll, also einen Beschreibungstext, eine Bildunterschrift oder einen Namen benötigt. Und zwar an einem Freitag. In den Kommentaren kann dann frei drauflos getextet werden, was das Zeug hält – bis zum darauffolgenden Dienstag Glockenschlag Mitternacht. Alle, die einen Bildtext verfasst und einen Link zum eigenen Blog hinterlassen, haben nun die Chance, am nächsten Freitag in ihrem Blog den nächsten Freitagstexter-Bewerb auszutragen. Wer das ist, das obliegt einerseits der Kreativität des Kommentars und natürlich der subjektiven Auswahl des besten Beitrages vom aktuellen Freitagstexter-Veranstalter. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Also los, das Foto ist da. Haut rein in die Tasten. Ich bin gespannt!

 

 

 

 

Das nächste Ablenkungsmanöver: 140km/h statt 130km/h auf der Autobahn.

Der Österreicher liebster Sitzplatz ist der hinterm Lenkrad. Da fühlt man sich wohl und vor allem frei. Denn das Auto ist wie die zweite Haut von Frau und Herr Österreicher. Sie sitzt wie angegossen, auch wenn man gern und schnell aus eben jener fährt. Besonders dann, wenn’s nicht flott genug dahin geht. Denn es wird gestaut, geschlichen, geschnitten und gemittelspurt auf den Autobahnen, dass es eine Freude ist. Oder eben nicht. Freie Fahrt für freie Bürger? Geh bitte!

Schneller ans Ziel. Aber welches Ziel?

Jetzt scheint aber endlich wer erkannt zu haben, dass man da was manchen muss. Kein geringerer als unser aller Verkehrsminister Norbert Hofer. Denn er schickt sich an, die Handbremse der Mobilität auf Österreichs Autobahnen zu lösen. Fortan sollen nämlich großspurige 140km statt der kleingeistigen und rückständigen 130km auf den weiten und breiten Asphaltteppichen innert einer Stunde abgespult werden können. Vorerst soll die Westautobahn mal für ein Jahr lang Testautobahn spielen. Und das – schnell, schnell, schnell – schon ab 1. August. Auch hier wird das Gaspedal durch die Bodenplatte gedrückt, wie beim zum medial kaschierenden Thema 12h-Tag. Das ist aber auch schon der einzige Sinn, der in dieser Aktion steckt. Denn nimmt man Stift, Block, Taschenrechner und Hirnschmalz zur Hand, zeigt sich bald, dass diese Erhöhung der Geschwindigkeitshöchstgrenze kaum bis gar nix bringt. Außer mehr CO2, das in die Luft geblasen wird.

5 Minuten früher daheim, …

Wer will denn nicht 5 Minuten früher daheim sein? Nach einem langen Tag am Arbeitsplatz, dem Shopping oder dem Besuch bei Freunden. Da lähmen die 130km/h dann doch. Aber was heißt 130km/h statt 140km/h? Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit hat man ja nicht dauerhaft am Tacho. Die 140km/h später dann wohl weniger oft. Baustellen, 100er-Zonen und auch der Verkehr zwingen einen dazu, die Lage Tachonadel an die Umstände anzupassen.

… wenn man 151,66 Kilometer Heimweg hat.

Reden wir mal von der perfekten Welt und von der Durchschnittsgeschwindigkeit 140km/h. Wäre das was? Na? 140km auf der Autobahn in einer Stunde runterzuprügeln? Jaaaaa! Da geht einem das Herz auf. Das sind ja 10 mehr als bei lächerlichen 130km/h. Um 5 Minuten einzusparen, indem man einen 140er-Schnitt statt einen 130er fährt, braucht’s einen Heimweg von 151,66km. Das ist keine geringe Distanz, die man mit noch mehr Stress, CO2-Emission und Spritverbrauch unterwegs ist, um 5 Minuten zu sparen. Auf 100km umgelegt ist man mit einem 140er-Schnitt um satte 3 Minuten 18 Sekunden schneller daheim als mit 130km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Ob es das wert ist?

 

Man bloggt nur zweimal.

Nach mehr als 5500 Tagen hier auf twoday ist heute der Tag gekommen, an dem ich zum ersten Mal in die Verlegenheit komme, dass mir ein Blogeintrag extrem schwer fällt.
Wie soll ich ihn beginnen:
„Alles hat ein Ende. Nur mein Blog hat zwei.“
„Ende. Aus. Vorbei.“
„Das Comeback des Boomerangs“
Hmmmm. Nicht einfach, einen Nachruf auf seinen eigenen Blog zu verfassen, der einen die letzten 15 Jahre begleitet hat.
Aber es geht weiter: Und zwar demnächst – im zweiten Blogleben unter https://boomerang2nd.blog
Wir sehen uns also wieder.
Bis dahin:
Baba

Die Abgründe des Menschen führen weit hinter jede Menschlichkeit.

Es sind die schreckliche Dramen, die besonders in den Zeitungsforen und in den verschiedenen Social-Media-Kanälen den Menschen die Fratze der Menschlichkeit vom Antlitz reißen.
Dann wird für jeden frei sichtbar, wie solche Dramen überhaupt möglich sind.
Das Unmenschliche steckt im Menschen. Der Abgrund, der das Un vor den Menschen schiebt, er ist nur einen Schritt entfernt.

Quiiiiiiietsch! Kellerkinder aufgepasst!

Freitagstexterlogo
Ob des gestrigen Feiertages, kam ich heute erst ein bissi später aus dem Keller. Aber ich habe den Pokal mitgenommen. Schnell noch abstauben und schon glänzt er wieder. Sodala. Nicht viel, aber dafür Gehaltvolles habt Ihr mir da hinterlassen, da brummt die Denkkanzel immer noch ein wenig.
Vier trauten sich in die büroischen Katakomben, einer aber nur unter Vorbehalt – es dürfte ihm dann doch zu unheimlich gewesen sein.
Der erste, der sich runter traute, ist auch der erste, auf meiner Liste. Ein Zungenschnalzer par excellence gelang dem Bebal da mit lediglich drei Worten. Und die hatten und haben es in sich. Weil ich mich nach dem Beitrag „six feed underground“ jetzt auch nimmer runter trau.
Jetzt haben wir den Salat: Freitagstexter garniert mit Kellerangst. Na super. Ich gründe dann am Freitag eine Selbsthilfegruppe, wenn’s beim Bebal drüben munter weiter geht.

Wo gehen Sie hin zum Lachen? Am Besten zum nächsten Freitagstexter.

Freitagstexterlogo
Und genau der soll hier ermittelt werden. So wie’s der Kulturflaneur letzte Woche tat. Aber mal der Reihe nach. Noch bin ich ja der aktuelle Freitagstexter. Und die Zeit drängt, Freitag ist’s und wir brauchen eine oder einen neuen Freitagstexter_in.
Allerdings: Viel kann ich dazu ja nicht beitragen. Weil sich selbst einen gewinnbringenden Kommentar zu schreiben und sich selbst das Freitagstexterkrönchen weihrauchumschwadet aufs Haupt zu setzen – das macht man nicht.
Was ich machen kann, ist ein Photo zu spendieren.
Und da ist es auch schon.
Down
Jetzt bin ich mal fürs erste aus dem Schneider und warte, dass es im Keller dieses Beitrages, man kann es auch Kommentarfeld nennen – ich weiß, nur so von Bildunterschriften wimmelt. Länge, Stil und Rechtschreibung ist frei. Die Keller- bzw. Kommentartür steht bis Dienstag Mitternacht offen, hernach wird abgeschlossen, ich geselle mich dort runter, genehmige mir ein feines Glas Wein und werde Schluck für Schluck die Kommentare gustieren.
Am Mittwoch, wen der – hoffentlich nicht eintretende – Kater verfleucht ist, mach ich die Kellertür wieder auf und kröne – weihrauchumschwadet – die oder den nächste/n Freitagstexter_in.
Wohlan, Mitternacht ist’s, das Kellertürchen knarrt auf.